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Süss-saurer November

Im Schweizer Eishockey verlagern sich Spannung und Intensität im

Eigentlich kündigen es viele Kinder bereits am Vorabend des 1.November an, wenn sie an Halloween kostümiert von Haustür zu Haustür ziehen und jeweils «Süsses oder Saures» fordern. Exakt: Der Monat November beinhaltet im Schweizer Eishockey Süsses und Saures zugleich. Die Meisterschaftspartien hinterlassen bei den Spielern nicht selten einen sauren Nachgeschmack. Die allfällige Euphorie des Saisonstarts ist endgültig verflogen, die Playoffs liegen noch in weiter Ferne – diese Ausgangslage führt zuweilen dazu, dass die Spieler, bei allem Respekt, nur zu 99,9 Prozent ihrer Arbeit nachgehen. Das Novemberloch droht. Ob der Meister davon verschont bleibt, ist noch ungewiss. Zumindest resultatmässig glückte den Bernern der Start in den November – beim 6:3 gegen Biel wusste der SCB jedoch nur über die halbe Distanz zu überzeugen. Neuenschwander retour? Während sich der eine oder andere Akteur auf dem Eis im November also eine Verschnaufpause gönnt, sind dafür die Sportchefs punkto Zukunftsplanung umso stärker engagiert. Für umworbene Spieler (und deren Agenten) ist der November also durchaus ein süsser, weil ertragreicher Monat. Die Verteidiger Rafael Diaz (Zug) und Steve Hirschi (Lugano), an deren Diensten auch der SCB Interesse gezeigt hatte, verlängerten ihre Verträge zu verbesserten Konditionen. Natürlich haben auch einige SCB-Spieler das (vermeintliche) Augenmerk der Konkurrenz geweckt. An Christian Dubé, dessen Vertrag bei den Bernern für die kommende Spielzeit mit einer Option versehen ist, soll Lugano Interesse bekunden. Allerdings bewegt sich die Zahl jener Akteure, die mit den Tessinern in Verbindung gebracht werden, in ähnlichen Dimensionen wie die durchschnittliche Anzahl der kassierten Gegentore Luganos. «Von unserem Interesse an Dubé habe ich auch gelesen – aber ich habe keine Lust, jeden Namen zu kommentieren», liess Lugano-Sportchef Roland Habisreutinger verlauten. Konkret ist dafür die Absicht Freiburgs, den ehemaligen Gottéron-Spieler Caryl Neuenschwander wieder retour zu holen. «Ich stehe in Kontakt mit Gottéron, es ist noch nichts entschieden», sagt Neuenschwander, «aber derzeit hat für mich sowieso etwas anderes Priorität: Ich will möglichst rasch zurück zu meiner Form der letzten Saison finden.» Der Flügelstürmer hat immer noch kein Saisontor erzielt – gestern verpasste er in der 28. und der 51.Minute jeweils ausgezeichnete Einschussmöglichkeiten. «Das beschäftigt mich», erklärt der 26-Jährige und fügt, in der Manier eines teamdienlichen Profis, hinzu: «Wir haben drei Punkte geholt, das ist wichtiger als die persönliche Statistik.» Reto Kirchhofer >

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