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Lyssach hat grosse Zweifel

regionalkonferenzDer Lyssachschachen bleibt weiterhin grün – die Behörden zweifeln allerdings, ob sie die geplante Industriezone hätten verhindern können, wenn

Ist die Regionalkonferenz am Ende doch nicht so eine gute Idee? Am 12.März werden die Emmentalerinnen und Emmentaler darüber abstimmen, ob aus dem heutigen Verein Region Emmental eine öffentlich-rechtlich anerkannte Körperschaft werden soll. Diese soll Themen, die wie der Verkehr, die Raumplanung oder der Tourismus nicht innerhalb der klassischen Gemeindegrenzen gelöst werden können, verbindlich behandeln können – und jetzt geht Lyssach als erste Gemeinde der Region auf Distanz. Mit Kraft vorangetrieben Die Behörden sagen allerdings auch nicht gleich Nein. Sie haben vielmehr beschlossen, zum Geschäft «eine passive Haltung einzunehmen», also vor der Abstimmung «keine aktive Werbung pro Regionalkonferenz» zu betreiben. Zu sehr sitzt ihnen noch die Debatte um das vom Kanton mit aller Kraft vorangetriebene Industriegebiet zwischen dem Autobahnanschluss bei Kirchberg und der Stadtgrenze zu Burgdorf im Nacken. Ihm wäre der im Moment noch zu grossen Teilen landwirtschaftlich genutzte Lyssachschachen mehr oder weniger zum Opfer gefallen. Von grosser Bedeutung Nur dank des pointierten Widerstands aus Lyssach ist das Vorhaben im Juli vorderhand auf Eis gelegt worden (wir berichteten). Der Lyssacher Gemeinderat fragt sich nun offen, ob dieser Schritt in der Art auch möglich gewesen wäre, wenn die Regionalkonferenz im vergangenen Sommer bereits bestanden hätte. Immerhin könnte das Gremium gerade im Bereich der Raumplanung ein Geschäft auch gegen den Willen der betroffenen Gemeinde durchdrücken – sofern es für die gesamte Region als von grosser Bedeutung ist. Stephan Künzi>

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