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Jurassischer Polizeichef tritt ab

JuraSeit sechs Monaten ist Henri-Joseph Theubet wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch freigestellt. Sein endgültiger Abgang soll nun Ruhe ins Korps bringen.

Der jurassische Polizeikommandant Henri-Joseph Theubet tritt per Ende Februar von seinem Posten ab: Der seit über sechs Monaten suspendierte Kommandant und die Kantonsregierung haben eine entsprechende Abgangsvereinbarung getroffen, wie gestern bekannt wurde. Gegen Theubet läuft seit 2010 eine Untersuchung wegen allfälligen Amtsmissbrauchs. Die jetzige Vereinbarung sei der «bestmögliche Ausgang» in einer Affäre, die das Polizeikorps belaste, hiess es beim Kanton. Eine Rückkehr des krankgeschriebenen Kommandanten zur Polizei schien den Verantwortlichen nicht mehr möglich. Mit dem Weggang Theubets, zu dem Vertraulichkeit vereinbart wurde, werden auch die von der Regierung eingeleiteten Untersuchungen in der Affäre hinfällig. Dies gilt nicht für jene der Staatsanwaltschaft wegen Amtsmissbrauchs, die noch einige Monate dauern könnte. Die jetzige Vereinbarung mit dem Kommandanten sei aber keine Schuldanerkennung, hielt die Regierung fest. Beruhigung erhofft Die Regierung erhofft sich jedoch wieder mehr Ruhe im Polizeikorps, das in der Affäre gespalten schien. Sie hatte Theubet im letzten August von seinem Amt suspendiert, nachdem die Staatsanwaltschaft die Untersuchung eingeleitet hatte. Schon Tage zuvor war der Polizeikommandant krankgeschrieben worden. Ins Rollen gebracht hatte die Affäre der frühere jurassische Staatsanwalt Arthur Hublard, als er in einem offenen Brief Bedenken äusserte, dass es bei einer Prüfung von Theubets Amtsführung allenfalls nicht mit rechten Dingen zugegangen sein soll. Später warf er ihm auch Mobbing und schlechte Zusammenarbeit im Polizeikorps vor. Politischer Wirbel Fast seine Wiederwahl gekostet hätte die Affäre im Herbst den jurassischen Finanz-, Justiz- und Polizeidirektor Charles Juillard; ihm hatten Kritiker zu langes Zuwarten in der Angelegenheit vorgehalten. Theubet, Hublard und Juillard gehören alle der CVP an.sda>

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