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Ein Betreuer klagt Missbrauch an, und ein Opfer spricht

Oberland/ThunEin Betreuer aus der Region Thun klagt den sexuellen Missbrauch einer Geistigbehinderten in einem Lager an. Und eine Betroffene erzählt, dass sie als Kind in einem Heim im Oberland missbraucht wurde.

Eigentlich wollte der Rentner aus der Region Thun die Angelegenheit auf sich beruhen lassen. Doch nachdem der Fall eines Betreuers aus Interlaken bekannt geworden war, der jahrelang Geistigbehinderte missbraucht hatte, hat A (Name der Redaktion bekannt) sein Schweigen gebrochen. Er war als Betreuer in einem Lager für geistig behinderte Erwachsene. Dort hat er erlebt, dass der Lagerleiter «auffallend engen Körperkontakt zu einer Teilnehmerin hatte», wie der Helfer sagt. Der Lagerleiter, der im Oberland-Ost wohnt, habe sich mit dieser 34-jährigen Frau immer wieder abgesondert, unter anderem auch hinter geschlossenen Türen. Nachdem der Betreuer beobachtete, wie sich die beiden küssten, wollte er die Verantwortung für dieses Geschehen nicht mehr übernehmen und reiste früher aus dem Lager ab. A räumt ein, dass diese Handlungen nicht gegen den Willen der Behinderten passierten. «Aber hier geht es ums Prinzip», sagt der Rentner. «Ich bin nicht prüde und weiss, wie schön Liebe und Lust sein können. Aber nicht wenn einer in einer klaren Machtposition ist und die andere Person wegen ihrer geistigen Behinderung die Folgen nicht beurteilen kann.» Der Lagerleiter gesteht gegenüber dieser Zeitung, Fehler gemacht zu haben. Buchstäblich durch die Hölle ging eine heute 54 Jahre alte Bernerin, als sie realisierte, dass sie als Kind in einem Heim im Oberland missbraucht worden war.sumSeite 2, 3+9>

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