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«Die Darstellungen sind tendenziös»

Berichterstattung rund um YB Die Artikel von Herrn Fabian Ruch, die einseitig, tendenziös und unter der Gürtellinie gegen die YB- und Stadioninvestoren gerichtet sind, sind einer Zeitung mit Format unwürdig. Man kann über die Umstände, die zum Ende der Ära Niedermaier führten, rätseln. Aber nicht so einseitig darstellen. Die Investoren um Benno Oertig haben seit 2002 das Heft in Bern in die Hand genommen. Seit diesem Zeitpunkt ist die Organisation stetig gewachsen und wirtschaftlich erfolgreich geführt worden. Die Angestellten und Spieler erhielten pünktlich jeden Monat die Löhne. Was zwanzig Jahre vorher nicht der Fall war. Die Misswirtschaft unter Fischer/Bickel – zwölf Millionen Ausgaben bei vier Millionen Einnahmen – wurde beendet. Knall auf Fall, weil Unregelmässigkeiten in der Geschäftsführung nachgewiesen wurden. Dank der Grosszügigkeit der Investoren, die ein schnelles Ende herbeiwünschten, kamen sie ohne Prozess, mit einem Vergleich, davon. Die Investoren stopften drei Jahre die Löcher, bis zur Eröffnung, in Millionenhöhe. Ist das eine Schande? Das Stadion wurde zum «Schmuckkasten», dem Mittelpunkt von Bern und setzte marketingmässig neue Massstäbe in der Schweiz. Ohne die Geldgeber gäbe es YB nicht mehr! Als Niedermaier die Organisation und den Traumjob übernahm, standen die Struktur und die Organisation – wenn auch noch mit Verbesserungsmöglichkeiten und Mängeln. Aber um diese zu beseitigen, wurde er auch angestellt. Er hat es aber verpasst, als Quereinsteiger die sportlichen Belange in die richtigen Bahnen zu leiten, weil er sich selber als Mister YB sah und keine starken Nebenspieler duldete. Der Zufall, das Einschlagen von Doumbia (als Ergänzungsspieler und Ersatzspieler geholt) und die glückliche Konstellation mit Petkovic (als Dritte-Wahl-Trainer) und der tollen Vorrunde haben zur Überschätzung und Blindheit geführt, die schlussendlich im Versagen im Meisterschaftsendspurt gipfelte, für die nicht nur der Trainer und die Spieler, sondern in erster Linie die Führung die Verantwortung trägt. Die unsägliche Geschichte um den Doumbia-Transfer und die damit verbundene Verärgerung des Führungsspielers Yapi führte zum Saison-Abschluss-Kollaps. Dem FCB wurde der Titel geschenkt! Dass Niedermaier in mancher Hinsicht, vor allem in der Betreuung der Fans und der Presse (aus Eigeninteresse, ähnlich wie vorher Bickel/Fischer) wie man jetzt in den Berner Medien feststellt, einen guten Job machte, steht ausser Zweifel. Aber es gibt noch andere, wichtigere Aufgaben und Ansprüche, die nicht so medienwirksam sind, um diesen anspruchsvollen, einzigartigen Job in der Schweiz ausführen zu können. Und es gibt auf dieser Strecke auch Opfer, denen es im Auftrag von Niedermaier genau gleich ging, wie ihm jetzt selber. Und die weinen auch nicht über seinen Abgang! Dass sich nun Herr Ruch in Anbetracht der tollen Leistung, die den Investoren über Jahre zu verdanken ist, so einseitig wie damals bei Fischer und Bickel für Niedermaier ins Zeug legt, schliesst seine Lernfähigkeit aus. Aber Dummheit ist ja nicht strafbar!Peter JauchEhemaliger CEOStade de Suisse in Bern >

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