Zum Hauptinhalt springen

Das Dorf ist stolz auf seine «Schnätzi»

BrienzAm Kompetenzzentrum für Holz-Kunst-Handwerk in Brienz sind die ersten zwei erfolgreichen Schuljahre gefeiert worden.

Die Interessengemeinschaft Kunsthandwerk Holz (IGKH) ist die Dachorganisation der Schweizer Berufsverbände der Drechsler, Korbflechter, Küfer, Weissküfer und Holzbildhauer. Für diese Berufe besteht an der Schule für Holzbildhauerei in Brienz ein Kompetenzzentrum, wo der Berufsunterricht angeboten wird. Am Samstag feierten die Verantwortlichen den Abschluss der ersten zwei Schuljahre. IGKH-Präsident Thomas Meier überreichte seinen Gästen als Sinnbild für das Öffnen und Offenhalten von Türen einen edel gestalteten Holzkeil. Vor grossem Publikum in der Kirche in Brienz überbrachten zahlreiche Persönlichkeiten ihre besten Wünsche und Grussbotschaften. «Brienz ist stolz auf seine ‹Schnätzi› und auch offen für andere Klänge», betonte der Brienzer National- und Grossrat Peter Flück und meinte damit wohl auch die Appenzeller Musikformationen, die einen Teil des musikalischen Rahmens bildeten. Generalsekretär Robert Furrer sieht mit dem Kompetenzzentrum IGKH eine Stärkung der Region und eine Bestätigung der Strategie der Erziehungsdirektion des Kantons Bern. Dalia Schipper, Direktorin des Eidgenössischen Hochschulinstituts für Berufsbildung, ist glücklich, dass sich die fünf «Kleinstberufsgruppen» zu einer nachhaltigen Organisation zusammenfanden. Für Ursula Renold, Direktorin des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie, tragen die «kleinen» traditionellen Berufe ein wichtiges kulturelles Erbe weiter. David Vitali vom Bundesamt für Kultur unterstrich die Wichtigkeit des traditionellen Handwerks bei der Kulturpflege. Grossrätin Christine Häsler freute sich, dass die Kunsthandwerker in Brienz ihr Zentrum realisiert haben und zusammen mit der Geigenbauschule und den Bildungsangeboten auf dem Ballenberg eine wertvolle Symbiose darstellen. Seit 1884 in Brienz Der Unterricht für die Lernenden der IGKH-Berufe Holzbildhauer, Holzhandwerker (Fachrichtungen Drechslerei und Weissküferei), Korb- und Flechtwerkgestalter und Küfer wird in Blockkursen organisiert. Die Lernenden weilen viermal pro Jahr für zwei Wochen im Schulunterricht in Brienz. 120 Lektionen Fachunterricht pro Jahr werden in berufsspezifischen Klassen besucht. Ebenso wird ein Teil der überbetrieblichen Kurse gemeinsam besucht. Die ersten Auszubildenden der drei Berufe Holzbildhauer, Holzhandwerker (Fachrichtung Drechslerei) sowie Korb- und Flechtwerkgestalter sind aktuell im dritten Lehrjahr, und die ersten Korb- und Flechtwerkgestalterinnen werden in einem Jahr ihre Ausbildung abschliessen. Die Holzbildhauer und Holzhandwerkerinnen sind noch ein viertes Jahr in der Lehre. Die Schule für Holzbildhauerei in Brienz ist die einzige Institution der Schweiz, in der das Holzbildhauerhandwerk erlernt werden kann. Sie wurde als «Schnitzlerschule Brienz» im Jahre 1884 gegründet. Seit 1928 ist sie eine Fachschule und Lehrwerkstatt des Kantons Bern. Heute bietet die Schule 24 Ausbildungsplätze für Holzbildhauer EFZ an. Sie ist das Rückgrat der Holzbildhauerei in der Schweiz und verantwortlich für die Grundausbildung, die Weiterbildung und die Meisterausbildung. Sie pflegt auch eine enge Zusammenarbeit mit der Geigenbauschule Brienz.Beat Jordi>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch