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Abschied vom Café

JegenstorfSie haben die Bäckerei und das Café Jegi aufgebaut und 38 Jahre geführt. Am Samstag ziehen sich Marianne und Ernst Mosimann aus dem Geschäftsleben zurück.

Am Bischofgässli 5 in Jegenstorf geht am Samstag eine Ära zu Ende. Zum letzten Mal stehen Marianne (62) und Ernst Mosimann (63) in ihrer Bäckerei und im Café – nach 38 Jahren. Die beiden verlassen den Betrieb, den sie jüngeren Nachfolgern übergeben. Der Jegi Beck und das Café Jegi sind im Dorf zur Institution geworden. Und zum Ziel vieler Kunden, die dort Brot und Süsses kauften, einen Kaffee tranken oder essen wollten. «Wir spüren auch Wehmut, wir gehen mit einem lachenden und einem weinenden Auge», gesteht Marianne Mosimann. «Das Geschäft war unser Leben. Wir waren immer mittendrin, haben uns stark eingesetzt.» Doch nach 38 Jahren sei es Zeit für den Abschied. Am 1.Mai 1973 eröffneten die Mosimanns die Bäckerei, die sie weiter ausbauten und ergänzten. Es kam ein Café dazu, ein Wintergarten wurde angebaut, und das Lokal wurde zum Restaurant, wo auch Essen serviert werden. «Von Kaffee und Kuchen kann man heute nicht mehr leben», sagt Marianne Mosimann. Die Kundinnen und Kunden der Bäckerei und die Gäste des Cafés hielten dem Geschäftsleiterpaar die Treue. «Viele Erwachsene kamen schon als Kinder zu uns», erzählt Marianne Mosimann. Und etliche erinnern sich noch, als beim Jegi Beck in den Siebzigerjahren die erste Softeismaschine der Region stand, wo sie mit Wonne Glace schleckten. Später gabs bei Mosimanns andere Spezialitäten. Bekannt wurden die hauseigenen Champagner-Truffes, die 2004 bei der Bakery-Trophy die Silbermedaille gewannen. Das Angebot und die Spezialitäten des Jegi Becks soll es auch in Zukunft geben, angereichert mit neuen Kreationen. Denn in zwei Wochen eröffnen Aaron Hügli und Monika Jenni die Bäckerei-Konditorei und das Café wieder. «Es freut uns, dass wir gute Nachfolger gefunden haben», sagt Ernst Mosimann. Herbert Rentsch>

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