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1921 Franken Schulden je Einwohner

Unterseen Die finanzielle Lage der Einwohnergemeinde

Gemeindevizepräsident Jürgen Ritschard konnte eine höchst erfreuliche Rechnung 2010 präsentieren. Bei Einnahmen von rund 22,75 Millionen betrug der Überschuss 2,44 Millionen Franken. Davon werden rund 1,83 Millionen für weitere übrige Abschreibungen und 617792 Franken zur Bildung von Eigenkapital verwendet. Dieses erhöht sich damit auf rund 4,2 Millionen Franken, was sieben Steuerzehnteln entspricht . «Das gute Rechnungsergebnis, das vor allem durch höhere Steuererträge zustande gekommen ist, führte dazu, dass der Selbstfinanzierungsanteil mit 21,26 Prozent erstmals als sehr gut bezeichnet werden kann», freute sich Jürgen Ritschard. Die Schulden, die 2003 noch 28 Millionen Franken betrugen, sanken auf 10,5 Millionen. Das macht pro Einwohner noch 1921 Franken aus. Der Steuerfuss lag 2010 bei 1,78 Einheiten. Dieses Jahr beträgt er 1,73 Einheiten. An der Budgetgemeinde vom November dürfte eine weitere Steuersenkung diskutiert werden. Die von der alten Chienbergstrasse abzweigende Güterstrasse nach Ruchenbühl, mit einem Abzweiger nach Wildrigen, soll saniert werden (wir haben berichtet). Vorgesehen ist eine zweifache Asphalttränkung. «Diese langlebige Oberflächenbeschichtung ist erosionsbeständig und frostunempfindlich und somit genau das Richtige für diese Strasse», orientierte Baupräsident Werner Feuz. Die Sanierung soll zu einer Reduktion der Unterhaltungskosten von 50 bis 70 Prozent führen. Mit der Wiederherstellung von 270 Meter Wanderweg entlang der alten Route wird das Wanderwegnetz geschlossen. Die Ruchenbühlstrasse ist 3,6 Kilometer lang. 2,5 Kilometer befinden sich auf Unterseer, 1,1 Kilometer auf Beatenberger Boden. Die beiden Gemeinden teilen sich die Sanierungskosten. Unterseen bewilligte am Montagabend 234000 Franken, Beatenberg wird noch im Juni über 146000 Franken befinden. In den Gemeinden Interlaken, Matten, Unterseen und Bönigen soll als dreijähriger Versuch die Schulsozialarbeit eingeführt werden (wir haben berichtet). Wie Gemeinderat Roger Berthoud erläuterte, kombiniert die Schulsozialarbeit Schule und Sozialarbeit. «Sie verbindet die Institution Schule mit jener der Jugend- und Familienhilfe», erklärte er. Sitzgemeinde soll Matten werden. Eine Fachkommission wird den Nutzen überprüfen, den die Schulsozialarbeit den Schulkindern und den Schulen bringt. Über eine definitive Einführung werden dann wieder die vier Gemeinden entscheiden. Die budgetierten Kosten für den dreijährigen Versuch betragen etwas mehr als eine Million Franken. Die Versammlungsteilnehmer stimmten dem Versuch und einem Kredit von 350000 Franken zu (eine Gegenstimme). Auch Matten und Bönigen haben bereits Ja gesagt. Ja zu Schulsozialarbeit Im Juni 2009 stimmte die Gemeindeversammlung einem Kredit von 1,35 Millionen Franken für den Bau einer Tagesschule zu. Nun legte Gemeinderat Marcel Schaffner die Bauabrechnung vor. Sie weist eine Kostenunterschreitung von 5500 Franken aus. Land für Verbindungsstrasse Im «Verschiedenen» gratulierte Gemeindepräsident Simon Margot Ratskollege Roger Berthoud zur Wahl als Präsident des Sozialdienstes Region Jungfrau (bisher Sozialdienst des Amtes Interlaken). Er orientierte darüber, dass die Abgeordneten des Gemeindeverbandes Heim Weissenau einem Kredit von 24,1 Millionen Franken für den Neubau eines Pflegeheimes zustimmten (wir haben berichtet) und der Gemeinde 800 Quadratmeter Land für den Bau einer Verbindungsstrasse zwischen der Weissenau- und der Seestrasse verkauften. Der Gemeindepräsident nahm auch Stellung zur Bewilligung einer Mobilfunkantenne auf einem Mehrfamilienhaus an der Seidenfadenstrasse (wir haben in der Montagausgabe berichtet). Kurz bevor über dem Stedtli ein Gewitter losbrach, entliess Simon Margot die 79 Versammlungsbesucher (von 3310 Stimmberechtigten) mit dem Hinweis, dass die nächste Gemeindeversammlung am 5.September stattfinden wird. Ueli Flück >

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