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Politik setzt Prioritäten

Rudolf Strahm warnt in seiner Kolumne auch davor, der Berner Universität in ihren Entscheidungen zu viel an Autonomie zuzugestehen. Die Uni operiere heute geradezu selbstherrlich. «Die Selbstkontrolle ist nirgends, die Finanzkontrolle des Kantons wirkungslos», schreibt er. Und er kommt zum Schluss: «Aus der Hochschule wurde ein selbstreferienzielles System, das heisst, eine Institution, die sich selber befriedigt, sich intern gegenseitig bestätigt und vor allem den Karriere-Interessen der Professoren dient.» Mit dem neuen Universitätsgesetz wolle der Kanton die Autonomie der Universität sogar noch stärken. Das sei der völlig falsche Weg. Diese Kritik fällt für den Berner Erziehungsdirektor Bernhard Pulver «etwas zu pauschal» aus. Er wehrt sich für das neue Universitätsgesetz. Es sei fragwürdig, wenn er als Regierungsrat personalpolitische Entscheide absegnen, organisatorische Belange beurteilen und finanzielle Anschaffungen absegnen müsse, deren Nutzen er aus seiner Position heraus nicht abschätzen könne. Dies könne die Universität selber besser. Die Finanzkontrolle schaue nach seiner Erfahrung genau hin, dass die Gelder korrekt eingesetzt werden. Der Berner Universitätsrektor Urs Würgler betont, die Institution pflege eine transparente Berichterstattung über ihre Tätigkeit. Zudem finden gemäss Pulver und Würgler zwecks Qualitätskontrolle und zur Besprechung von Grundsatzfragen sechs Mal im Jahr Sitzungen zwischen der Berner Regierung und der Universität Bern statt. Die Regierung will mit dem neuen Universitätsgesetz künftig aber auf die Wahl der Leitung der Uni mehr Einfluss nehmen. Zentral sei auch der Einfluss des Regierungsrats auf den Leistungsauftrag. «Hier geht es unter anderem um die konkreten Bildungsgänge. Das hat die Politik zu bestimmen», betont Bernhard Pulver. mic>

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