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«Man muss auch etwas dafür tun»

Mehr handeln statt jammern: So lautete die

«Wie überwinden wir die Krise?» Gemeint ist die Wirtschafts- und Finanzkrise, gestellt wurde die Frage gestern Berner Unternehmern und Politikern am Gemeindepräsidentenanlass der BKW im Stade de Suisse. Man war sich vor allem darin einig, dass der Bund mit seinen Stabilisierungsmassnahmen richtig gehandelt habe. «Als Unternehmen sind wir aber darauf angewiesen, dass der Staat weiter investiert, wo Firmen international positioniert sind», betonte Eva Jaisli, Chefin der PB Swiss Tools. Bern: Die Steuern Der Kanton Bern kam vor allem beim Referenten Beat Kappeler nicht ganz so gut weg wie der Bund. Hauptkritik: die Besteuerung von Unternehmen und gut verdienenden Kadern. Hier müsse «der rot-grüne Sozialismus noch über seinen Schatten springen», da die Kader bestimmten, wo eine Firma den Sitz habe. Davon liess sich Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher (SP) jedoch nicht beirren. «Das Budget wird heuer voraussichtlich zum 12.Mal positiv ausfallen.» Finanzpolitisch stehe der Kanton also gut da. Thomas Rufener, Stadtpräsident von Langenthal, entlastet den Kanton ebenfalls und sieht die Verantwortung vor allem bei den Gemeinden: «Man muss in guten Zeiten sparen und vorsorgen.» Nicht nur jammern «Wenn man etwas verändern will, muss man auch etwas dafür tun», kritisierte Lorenz Hess, Grossrat und Gemeindepräsident von Stettlen (BDP), die Haltung der Unternehmer, die sich seiner Meinung nach zu wenig in der Politik engagieren. Auch für den Präsidenten des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes, Rudolf Stämpfli, ist klar: Die Unternehmer müssen handeln. «Ich habe es so satt», leitete er sein Plädoyer für die Eigenverantwortung jedes Einzelnen ein, «an Zirkeln teilzunehmen, an denen sich jeder ins Gilet weint und selbst nichts tut.» Tag um Tag überleben Aber: Wie überwinden wir jetzt die Wirtschafts- und Finanzkrise? Konkrete Antworten gab es gestern keine. Laut Hans-Ulrich Müller, Präsident des Swiss Venture Club, ist nur eines sicher: «Diese Krise birgt so viele Unsicherheiten, dass es immer anders kommen kann.» Da blieb den Anwesenden vor allem der Rat von Rudolf Stämpfli: jeden Tag aufs Neue aufstehen, «um zu sehen, was die Krise mit einem macht oder jeder Einzelne mit ihr». Stéphanie Fuchs >

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