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Grossanlässe im Kanton BernRegierungsrat spricht sich für Bewilligungspflicht aus

Die Berner Regierung fordert eine schweizweit einheitliche Praxis bei Bewilligungen für Grossanlässe mit mehr als tausend Teilnehmern.

Der Kanton Bern befürwortet eine Bewilligungspflicht für Grossveranstaltungen. (Archivbild).
Der Kanton Bern befürwortet eine Bewilligungspflicht für Grossveranstaltungen. (Archivbild).
Foto: Christian Pfander

Der Regierungsrat des Kantons Bern hat sich am Freitag für eine Bewilligungspflicht von Veranstaltungen mit mehr als tausend Teilnehmenden ausgesprochen. Die Bewilligungen sollen aber nicht die Kantone, sondern der Bund erteilen.

Nur der Bund könne eine schweizweit einheitliche Praxis durchsetzen, begründet die Berner Kantonsregierung ihre Forderung in einer Mitteilung vom Freitag.

Der Kanton Bern sieht vor allem auch deshalb den Bund in der Pflicht, weil Grossveranstaltungen oft ein kantonsübergreifendes, ja gar internationales Einzugsgebiet haben. Massgeschneiderte Lösungen auf Bundesebene braucht es nach Ansicht der Regierung insbesondere für die Profiligen im Sport.

Insgesamt sollen die Bewilligungen restriktiv erteilt und gegebenenfalls mit Auflagen wie Maskenpflicht oder Sektorenbildung verbunden werden. Problematisch und nicht angezeigt wären für die Kantonsregierung Bewilligungen für Partys wie Bar- und Pubfestivals oder Oktoberfeste.

In der Schweiz gilt aufgrund der Corona-Pandemie bis Ende August ein Verbot von Grossveranstaltungen mit über tausend Personen. Der Bund hat nun drei Varianten erarbeitet, wie es Ende August weiter gehen könnte.

Eine Mehrheit der Kantone spricht sich für eine Verlängerung des Verbots für Grossveranstaltungen bis Ende Jahr aus. Die ersatzlose Streichung der Bewilligungspflicht ist für die meisten Kantone keine Option. Bei einer Bewilligungspflicht auf Kantonsebene befürchtet die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren Vollzugsprobleme.

SDA