Zum Hauptinhalt springen

Knall in Bern und DavosRaffainer zum SCB – und mit ihm wohl Trainer Lundskog

Der Sportchef des HC Davos übernimmt beim kriselnden Titanen die Rolle des Chief Sport Officer. Sportchefin Florence Schelling bleibt im Amt. Mit dem Wechsel dürfte auch klar sein, wer neuer SCB-Trainer wird.

Wird überraschend der neue starke Mann im SCB-Sport: Raeto Raffainer.
Wird überraschend der neue starke Mann im SCB-Sport: Raeto Raffainer.
Foto: Gian Ehrenzeller (Keystone)

Die SCB Eishockey AG stärkt den Sportbereich und schafft die Funktion eines CSO (Chief Sport Officer). Der SCB hat für diese Funktion aber nicht wie erwartet den Kanadier Chris McSorley verpflichtet. Sondern den Ex-SCB-Spieler und jetzigen Davos-Sportchef Raeto Raffainer.

«Mit dieser Reorganisation stellen wir uns für den Generationenwechsel beim Team sowie im Staff auf und können die wichtigen Zukunfts- und Nachwuchsprojekte wie das Hockey und Carreer Lab gemeinsam umsetzen», sagt Verwaltungsratspräsident Beat Brechbühl.

Der CSO ist verantwortlich für die Umsetzung der vom VR beschlossenen Strategie, führt die Sportchefin, das Scouting, den Future- und Lab-Bereich sowie weitere Projekte. «Florence Schelling bleibt Sportchefin des SCB», hält CEO Marc Lüthi fest. «Raeto Raffainer ist unter anderem Sparringpartner für uns in der GL, ebenso wie für Florence Schelling. Darum ist nicht nur die neue Funktion wichtig, sondern auch, wer diese besetzt. Der CSO und die GM müssen gut miteinander funktionieren können.»

Wechsel erfolgt noch im Verlauf dieser Saison

Der 39-jährige Raffainer ist zum ersten CSO der SCB Gruppe ernannt worden. Seit dem Ende seiner Hockeykarriere weist er nach zahlreichen Weiterbildungen bereits eine eindrückliche Karriere als Führungskraft aus: im Sportmanagement als Direktor des National Teams bei Swiss Ice Hockey und seit Mitte 2019 als Head of Sports beim HC Davos. «Für mich bedeutet dieser Wechsel eine neue persönliche Herausforderung und die Möglichkeit zur Weiterentwicklung. Ich bin dem HC Davos dankbar für die letzten zwei Jahre und freue mich eine Sport-Organisation zu hinterlassen, die nach der Neuausrichtung und Neustrukturierung fit ist für die Zukunft. Das Engagement beim SCB ist ein längerfristiges Projekt und es ist ein Team-Projekt, zusammen mit dem VR, der GL und dem operativen Sportstaff.»

Er dürfte mit Raffainer zum SCB kommen, als Headcoach: Davos-Assistent Johan Lundskog.
Er dürfte mit Raffainer zum SCB kommen, als Headcoach: Davos-Assistent Johan Lundskog.
Foto: Gian Ehrenzeller (Keystone)

Raeto Raffainer wird sein Amt beim SCB noch im Verlauf dieser Saison antreten. Der genaue Zeitpunkt wird in den kommenden Tagen unter den Parteien einvernehmlich geklärt.

Raffainer wird nicht der Einzige sein, der vom Landwassertal an die Aare wechselt. Davos-Assistent Johan Lundskog dürfte in Bern ab Frühling Headcoach werden. Die Verhandlungen sind weit fortgeschritten.

rek

18 Kommentare
    Barbara Senft

    Ich bin langjähriger SCB Fan. Ich verstand absolut nicht, warum eine so junge Frau, welche als Sportchefin noch keine Erfahrung hat, als Sportchefin angestellt wurde, und warum eine Frau, verstand ich noch weniger. Dazu viele neue Spieler. Ein unerfahrener neuer Trainer, da stellte ich mir schon Fragen, das kann nicht gut herauskommen. Was ist das Resultat bis jetzt? Der SCB ist als letzter im Klassement, dazu kommt noch das verflixte Coronavirus, und Bern bis jetzt als einziger Club, zum 3 Mal in Quarantäne. Wie sollen die Spieler noch all die verpassten Spiele nachholen???? Das kommt wohl auch nicht am besten heraus?