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Offenbar keine VerletztenSchussabgabe in Biel: Suche nach Tätern läuft

Aufregung im Bieler Madretsch-Quartier am Sonntagabend: Nach einer Schussabgabe umstellen Polizisten in Vollmontur ein Gebäude. Es war zu einem Streit gekommen.

Die Polizei hatte den Einsatzort grossräumig abgesperrt. Die Aktion dauerte bis in die Nacht hinein an.
Video: Keystone-SDA

«20 Polizisten in Vollmontur, mit Helm und Maschinenpistolen. Quartier weiträumig angesperrt», schrieb ein Facebook-User am Sonntagabend und postete dazu zwei Bilder als Beleg. Wie die Kantonspolizei Bern mitteilt, wurde ihr kurz vor 19.20 Uhr eine Schiesserei gemeldet.

Gemäss aktuellem Ermittlungsstand kam es am Seelandweg zu einer «Auseinandersetzung zwischen mehreren teilweise bewaffneten Männern», heisst es in der Mitteilung. Dabei wurde mindestens ein Schuss abgegeben. Die Beteiligten flüchteten daraufhin zu Fuss in verschiedene Richtungen. Niemand scheint verletzt worden zu sein.

Der Einsatzort befand sich in unmittelbarer Nähe der Ar'Rahman-Moschee.
Der Einsatzort befand sich in unmittelbarer Nähe der Ar'Rahman-Moschee.
Foto: Arthur Sieber
Gemäss einem Sprecher der Moschee habe der Vorfall aber nichts mit dem Gotteshaus zu tun. Im Fokus der Polizei stehe ein Nachbarhaus.
Gemäss einem Sprecher der Moschee habe der Vorfall aber nichts mit dem Gotteshaus zu tun. Im Fokus der Polizei stehe ein Nachbarhaus.
Foto: Arthur Sieber
Laut einem Anwohner seien mindestens 20 Polizeifahrzeuge ausgerückt. Auch die Sanität war vor Ort.
Laut einem Anwohner seien mindestens 20 Polizeifahrzeuge ausgerückt. Auch die Sanität war vor Ort.
Foto: Arthur Sieber
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Bis spät in die Nacht hätten verschiedene Polizeidienste versucht, die Umstände zu klären. So wurden bei einem Mehrfamilienhaus am Seelandweg Spuren gesichert sowie mehrere Personen befragt. Der Seelandweg und Teile der Alfred-Aebi-Strasse blieben bis um zirka 2 Uhr gesperrt. Schon zuvor hatte die Kapo via Twitter Entwarnung gegeben:

Mit der Ar’Rahman-Moschee, die sich in unmittelbarer Nähe des Einsatzortes befindet, scheint die Schussabgabe nichts zu tun zu haben. Das teilte der Präsident des Trägervereins der Moschee bereits am Sonntagabend der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit: Im Fokus der Polizei stehe ein Nachbarhaus, das kürzlich hätte abgebrochen werden sollen. Die Moschee sei seit der Verhängung der ausserordentlichen Lage durch den Bundesrat Mitte März geschlossen.

Genauere Angaben liefert die Polizei nicht. Vielmehr weist sie auf die nach wie vor laufenden Ermittlungen hin und sucht Zeugen, welche die Ereignisse beobachtet haben oder Angaben zu den beteiligten Personen liefern können. Sachdienliche Hinweise nimmt die Kapo unter der Telefonnummer 032 324 85 31 entgegen.

mb / SDA