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LeserreaktionenPolitischer Schachzug? Das traue ich dem alten Haudegen zu

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Christoph Blocher, ehemaliger SVP-Bundesrat.
Christoph Blocher, ehemaliger SVP-Bundesrat.
Foto: Marc Wetli 


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Das steht mir zu»

Politischer Schachzug? Das traue ich dem Haudegen zu

Es kommt schlecht an, was Christoph Blocher jetzt abzuziehen scheint. Grosse Reden schwingen und den grosszügigen Mäzen und Multimilliardär herauszukehren ist das Eine. Solange Herr Blocher geliefert hat, konnte man das auch akzeptieren. Auf etwas das einem zusteht grosszügig und sehr öffentlich zu verzichten, um es später einzufordern, riecht doch sehr nach Propaganda beim Verzichten. Und jetzt? Braucht er oder seine Familie das Geld? Wohl kaum, aber wer weiss das schon genau. Ist es ein politischer Schachzug? Das würde ich dem alten Haudegen noch zutrauen. So oder so wird das Rätsel vermutlich schon bald gelöst werden.

Mark Gasche, Kirchberg

Die Höhe des Ruhegehaltes gibt zu denken

Ich bin wirklich kein Feind von Christoph Blocher. Dass er jetzt sein Ruhegehalt einfordert, ist nicht gerade elegant, aber irgendwie verständlich. Verteilt der Bund zurzeit doch relativ grosszügig und minimal kontrolliert Gelder an diverse Empfänger. Was mir aber zu denken gibt, ist die Höhe des Ruhegehalts an und für sich. 220'000 Franken pro Jahr bis ans Lebensende und dies nach einer vierjährigen Amtszeit. Da muss sich doch jeder Normalbürger wie der grösste Depp vorkommen.

Jürg Schärer, Schliern

Eine Spende wäre eine solidarische Geste

Die AHV von Christoph Blocher liegt im Promillebereich im Vergleich zu seinem Vermögen. Es ist beschämend und erinnert an den US-Präsidenten Donald Trump. Einmal so, einmal so. Es wäre eine solidarische Geste, wenn Christoph Blocher seine zurückgeforderte AHV der Corona-Serum-Forschung spenden würde oder sonst einem guten Zweck. Christoph Blocher kann sich, mit seinen Milliarden alles leisten. Er stellt sich auch immer wieder als Retter der Ankerbilder dar und lässt sich im Schweizer Fernsehen feiern.

Hans Schmutz, Rubigen

«Was mir aber zu denken gibt, ist die Höhe desRuhegehalts an und für sich.»

Jürg Schärer, Schliern

Damit schadet er auch seiner Partei der SVP

Aber, aber Christoph Blocher, hat seine Abwahl immer noch nicht verdaut. Dieser Stachel sitzt tief. Und jetzt will er sich mit 80 Jahren noch rächen. Er gehört zu den reichsten Schweizern und stellt solche Forderungen. Das ist zum Fremdschämen. Gerade in dieser schweren Zeit, wo viele Familien ums Überleben kämpfen und sparen müssen. Nur damit sie ihren monatlichen Verpflichtungen nachkommen können. Das ist unverständlich. Viele Familien sind betroffen von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit. Es ist eine unglaubliche Frechheit gegenüber diesen Menschen, vom Staat Geld zu verlangen, für das man keinen Finger rühren muss. Dass er dabei auch seiner Partei der SVP Schaden zu fügt, ist ihm egal. Vielleicht kommt die Quittung erst bei den nächsten Wahlen.

Verena Kummer, Utzenstorf

Fakt ist: Die Rente steht ihm zu

Ich verstehe die Aufregung nicht, die Christoph Blocher wegen des Bezugs seiner Rente von 2,7 Millionen Franken ausgelöst hat. Fakt ist: Die Rente steht ihm zu. Zudem ist der Betrag angesichts der Milliarden, mit denen der Bundesrat im Moment um sich wirft, lächerlich. Kommt hinzu, dass einige dieser Milliarden Personen zugute kommen, welche weit weniger für unser Land geleistet haben als Christoph Blocher. Ich traue dem ehemaligen Bundesrat zu, dass er für seine Rente einen vernünftigeren Verwendungszweck findet, als der Staat im Moment für unsere Steuergelder. Dass der Rentenbezug in Zusammenhang mit der Begrenzungsinitiative gesetzt wird, zeigt, dass es einmal mehr nicht um die Sache geht, sondern nur darum, etwas zu verhindern, weil es von der SVP kommt.

Petra Wyss, Aarberg

Nun ist er ein politisches Auslaufmodell

Jahrelang hat sich Christoph Blocher auf die Seite der kleinen Frauen und Männer gestellt, hat grosszügigerweise auf seine Bundesratsrente verzichtet und sich so als senkrechter und konsequenter Volkstribun Sympathien über seine SVP hinaus ergaukelt. Nun ist er ein politisches Auslaufmodell und damit zurück, wo er herkam: ein Kohleschaufler erster Güte, der er schon immer war.

Ernst Menet, Lyss

2 Kommentare
    W. Hofmann

    Der schachzug vom Haudegen wird im August/September kommen und dann werden CB und Tochter in den Himmel hochgejubelt - (auf Kosten der Steuerzahler).