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Social-Media-Sperre gegen Donald TrumpPlötzlich herrscht Ruhe

Jahrelang hat sich Twitter nicht getraut, gegen seinen berühmtesten Kunden vorzugehen. Jetzt aber entschloss sich die Firma zum radikalen Schritt – wohl auch, weil dies nun opportun für sie ist. Auch andere Plattformen handeln.

Zumindest Twittern kann er nicht mehr: US-Präsident Donald Trump tippt auf seinem Handy.
Zumindest Twittern kann er nicht mehr: US-Präsident Donald Trump tippt auf seinem Handy.
Foto: Alex Brandon (AP Photo) 

Plötzlich herrscht Ruhe. Es ist, als sei bei einer sehr lauten Feier die Polizei gekommen und habe den Stecker aus der Musikanlage gezogen. Ein bisschen war es ja auch so. Die Musikanlage – das war in diesem Fall der Kurznachrichtendienst Twitter. Die Polizei – das war der Gründer und Vorsitzende des Unternehmens, Jack Dorsey. Und der Veranstalter der lauten Feier, dem der Strom abgedreht wurde – das war Donald Trump, Präsident der Vereinigten Staaten.

Man kann kaum überschätzen, was es bedeutet, dass Twitter am Freitag das Konto mit dem Namen @realDonaldTrump dauerhaft gesperrt hat. (Lesen Sie dazu unseren Kommentar) Für Trump war Twitter das mit Abstand wichtigste Kommunikationsmittel. Fast 89 Millionen Menschen folgten ihm dort, an die er seine Botschaften ungefiltert verschicken konnte – nicht nur an allen Medienredaktionen vorbei, sondern auch an allen Regierungsbeamten und Beratern, von denen er sich oft gegängelt fühlte. Ohne Twitter wäre Trump vielleicht nie Präsident geworden. Und ohne Twitter hätte Trumps Präsidentschaft bestimmt anders ausgesehen.

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