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Jelimo: Wunderkind aus Kenia

Mit 18 Jahren hat Pamela Jelimo aus Kenia ihren Siegeszug in diesem Jahr fortgesetzt und überlegen in 1:54,87 Minuten gewonnen.

Des weiteren revanchierten sich die US-Athleten für die Demütigungen durch Jamaica in den Sprints mit einem Dreifach-Sieg über 400-m-Hürden der Männer. Angelo Taylor gelang in 47,25 Sekunden eine absolute Weltklasse- Zeit. Kerron Clement und Bershawn Jackson vervollständigten das US- Podest. Einen Sweep in der Leichtathletik haben in Peking bislang erst Jamaicas 100-m-Läuferinnen geschafft. Taylor gelang das Kunststück, sein vor acht Jahren in Sydney gewonnenes Gold — damals auf Bahn 1 — zu bestätigen. Der bald 30-Jährige zählt nun sowohl über 400 m flach als auch über die lange Hürdendistanz zu den Top-Ten-Athleten in der ewigen Bestenliste.

Wie erwartet: Überlegene junge Jelimo mit Rekord

Mit 18 Jahren setzte die Kenianerin Pamela Jelimo ihren Siegeszug des Jahres 2008 fort und gewann überlegen in 1:54,87 mit Afrika-Rekord und Juniorinnen-Weltrekord. Bis 400 m (55,41) führte ihre Landsfrau Janeth Jepkosgei Busienei, dann ging Jelimo an die Spitze und lief der Konkurrenz davon. Ihre Bestzeit - und damit ihre Rekorde - verbesserte sie um einen Zehntel. Silber gewann Busienei vor der «ewigen Zweiten», der Marokkanerin Hasna Benhassi. Mario Mutola (36) aus Mozambique lief an ihren vierten Olympischen Spielen in persönlicher Saisonbestzeit von 1:57,68 auf Rang 5.

Jelimo hatte in diesem Jahr wie ein Blitz in der 800-m-Szene eingeschlagen. Sie gewann acht Grand-Prix-Läufe, darunter vier Golden-League-Konkurrenzen (weiterhin im Jackpot), und näherte sich dem dopingverdächtigen Weltrekord von Jarmila Kratochvilova (Tsch) aus dem Jahr 1983 (1:53,28). Schneller als Jelimo war in diesem Jahr noch die Russin Jelena Sobolewa gelaufen, die jedoch kurz vor den Spielen wegen Dopings aus dem Verkehr gezogen wurde.

Pamela Jelimo holte die erste Frauen-Goldmedaille in der olympischen Geschichte nach Kenia. Die männlichen Vertreter der grossen afrikanischen Läufernation stellten bereits 17 Olympiasieger. Ähnliche Männerquoten haben nur noch Argentinien (15 x männliches Gold, keine Olympiasiegerin), Iran (10), Indien (9) und Ägypten (7).

Kenias Nationalsport

Zum siebten Mal in Serie holte ein Kenianer Olympiagold über 3000 m Steeple. Weltmeister Brimin Kipruto setzte sich im «Nationalsport» des Afrikastaates im Endspurt gegen Überraschungsmann Mahiedine Mekhissi-Benabbad (Fr) durch. Kipruto gelang nach Silber in Athen, wo er als 19-Jähriger auf dem Podest gestanden hatte, die erwartete Steigerung. Athen-Sieger Ezekiel Kemboi (Ken) enttäuschte als Siebenter und wurde im keniainternen Ranking Letzter, da Richard Mateelong zu Bronze lief.

Zehn Tage nachdem er als Fahnenträger für Panama im Olympiastadion einmarschiert war, erlebte Irving Saladino im Vogelnest seinen zweiten Höhepunkt. Seinen Weltmeistertitel von Osaka veredelte der dominierende Weitspringer der Gegenwart mit Olmypiagold. Die Leistungen der gesamten Konkurrenz blieben eher bescheiden. 8,34 m hätten letztmals 1972 in München zum Olympiasieg gereicht.

Lolo Jones (USA) hievte sich in die Favoritenrolle für den Hürdensprint-Final vom Dienstagnachmittag. In 12,43 Sekunden stellte sie in den Halbfinals Jahresweltbestzeit auf. Europameisterin Susanne Kallur (Sd) schied an der ersten Hürde durch Sturz aus.

Gold für die drei grössten Athletinnen?

Gold mit dem Diskus gewann die Amerikanerin Stephanie Brown- Trafton. Mit 1,93 m Körpergrösse führt sie in Peking zusammen mit Hochsprung-Favoritin Blanka Vlasic und Kugelstoss-Olympiasiegerin Valerie Vili auch das Leichtathletik-Ranking bezüglich Körpergrösse an. «Oma» Elina Swerewa reichte es mit knapp 48 Jahren immerhin noch zu Rang 6. Die Weissrussin war 2000 in Sydney und 2001 in Edmonton älteste Olympiasiegerin und Weltmeisterin geworden.

si/fal

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