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Messerattacke in Brüssel war Terror-Angriff

Der Mann, der in Belgien zwei zivile Polizisten verletzt hat, war dem Geheimdienst bekannt. Gegen ihn wurde ein Verfahren eröffnet.

Im Brüsseler Viertel Schaerbeek ist ein Mann mit einem Messer auf Polizisten losgegangen. (5. Oktober 2016)
Im Brüsseler Viertel Schaerbeek ist ein Mann mit einem Messer auf Polizisten losgegangen. (5. Oktober 2016)
AP Photo/Olivier Matthys, Keystone
Auf der Flucht sei er mit einem Schuss ins Bein gestoppt worden, sagte ein Sprecher der belgischen Bundesstaatsanwaltschaft. (5. Oktober 2016)
Auf der Flucht sei er mit einem Schuss ins Bein gestoppt worden, sagte ein Sprecher der belgischen Bundesstaatsanwaltschaft. (5. Oktober 2016)
Dirk Waem, AFP
Die angegriffenen Polizisten waren in Zivil unterwegs. (5. Oktober 2016)
Die angegriffenen Polizisten waren in Zivil unterwegs. (5. Oktober 2016)
AP Photo/Olivier Matthys, Keystone
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Nach seinem Angriff auf zwei Polizisten in der Brüsseler Gemeinde Schaerbeek ist der Täter offiziell des versuchten Mordes durch einen «terroristischen Angriff» beschuldigt worden. Ausserdem werde dem 43-jährigen Belgier «Beteiligung an den Aktivitäten einer terroristischen Gruppe» zur Last gelegt, teilte die belgische Staatsanwaltschaft mit.

Der Täter wurde in Untersuchungshaft genommen. Auch sein älterer Bruder wurde im Zusammenhang mit der Tat vom Mittwoch in Gewahrsam genommen. Der zuständige Anti-Terror-Richter werde am Freitag über eine mögliche Haftverlängerung entscheiden.

Zwei Polizisten verletzt

Der 43-Jährige hatte zwei Polizisten in Schaerbeek mit einem Messer angegriffen und an Hals und Bauch verletzt. Sie konnten das Krankenhaus aber bereits verlassen. Als weitere Beamte einschritten, erlitt D. eine Schusswunde am Bein. D. setzte sich gegen seine Festnahme zur Wehr und brach dabei einem Polizisten die Nase.

Kurz vor dem Vorfall waren ein Bahnhof in Brüssel sowie die Staatsanwaltschaft der Stadt wegen einer Bombendrohung geräumt worden, die sich später als falscher Alarm herausstellte.

Dem Geheimdienst bekannt

Der belgische Innenminister Jan Jambon informierte das Parlament, dass die Geheimdienste am 19. September als geheim eingestufte Informationen über den Täter ausgetauscht hätten. Nach Angaben des Bürgermeisters von Schaerbeek, Bernard Clerfayt, erreichten diese Informationen allerdings nicht die örtliche Polizei. Jambon hob hervor, er habe eine Erklärung dafür verlangt, dass es anscheinend eine Kommunikationspanne gegeben habe.

In Belgien herrscht erhöhte Wachsamkeit, seit bei islamistischen Anschlägen am Brüsseler Flughafen und in einem U-Bahnhof im EU-Viertel im März 32 Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt worden waren. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu den Anschlägen.

Anfang August hatte ein Mann vor einer Polizeiwache im südbelgischen Charleroi zwei Polizistinnen mit einer Machete angegriffen. Der Mann rief dabei «Allahu Akbar» («Gott ist gross»), bevor ein Polizist ihn niederschoss. Der Angreifer erlag später seinen Verletzungen. Anfang September griff ein Mann zwei Polizisten im Brüsseler Stadtteil Molenbeek mit einem Messer an, die Beamten blieben aber unverletzt.

AP/AFP/SDA/ij

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