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Zwei Babys sterben nach Impfaktion in Mexiko

Es waren Standardimpfungen gegen Tuberkulose, Rotaviren und Hepatitis B, doch die Nebenwirkungen sind verheerend: Im Süden Mexikos erkrankten 31 Babys, 2 starben. Ursache? Unklar.

Zwei Babys sind nach Routine-Impfungen im Süden Mexikos gestorben. 29 weitere seien erkrankt, sechs davon befänden sich in einem besorgniserregenden Zustand, teilte das mexikanische Institut für soziale Sicherheit mit. Die Säuglinge hatten zuvor Standard-Impfungen gegen Tuberkulose, Rotaviren und Hepatitis B bekommen. Diese werden Babys in Mexiko in der Regel im Alter zwischen null und sechs Monaten verabreicht.

Der Grund für die Nebenwirkungen bei den Impfungen sei nicht bekannt, teilte das Institut weiter mit. Impfstoffe für Kleinkinder seien am Samstag als Vorsichtsmassnahme landesweit aus dem Verkehr gezogen worden.

«Schreckliche Bedingungen»

Marcelo Perez, ein katholischer Priester in der südmexikanischen Region, sagte der Nachrichtenagentur AP, die Familien hätten davon berichtet, dass die Babys innerhalb weniger Stunden nach den Impfungen krank geworden seien. Die Nebenwirkungen seien am Freitag aufgetreten, woraufhin die Säuglinge in ein Krankenhaus in Simojovel im Bundesstaat Chiapas gekommen seien. Dort leben laut Regierungsangaben 93 Prozent der Menschen in Armut und 69 Prozent in extremer Armut.

Perez schlug aufgrund der Armut in dem Gebiet Alarm. Das Krankenhaus, in das die Säuglinge gebracht wurden, «hat kein adäquates Personal oder Ausrüstung», sagte der Geistliche. «Das wirkliche Problem sind die schrecklichen Bedingungen, die wir haben (...) Wenn also ein Baby mit Krämpfen eingewiesen wird, dann stirbt es.»

Die Regierungen des Landes und des Bundesstaates Chiapas versprachen am Sonntag beste medizinische Versorgung für die Erkrankten.Mit den Eltern bleibe man in Kontakt, um jegliche Fragen zu beantworten.

AP/bru

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