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Zehntausende Briten ohne Strom

Der warme Winter mit heftigen Stürmen und sintflutartigem Regen macht Grossbritannien und Irland zu schaffen.

In England stehen derzeit grosse Flächen unter Wasser: Ein Wegweiser in Worester. (13. Februar 2014)
In England stehen derzeit grosse Flächen unter Wasser: Ein Wegweiser in Worester. (13. Februar 2014)
Reuters
Rund 2000 Soldaten wurden in den Südwesten Englands entsandt: Sandsäcke werden vor einem überfluteten Haus platziert. (12. Februar 2014)
Rund 2000 Soldaten wurden in den Südwesten Englands entsandt: Sandsäcke werden vor einem überfluteten Haus platziert. (12. Februar 2014)
Keystone
Der Wetterdienst hat für den Südwesten Englands die höchste Sturmwarnung ausgesprochen: Eine Frau wird per Kanu aus dem Überschwemmungsgebiet weggebracht. (11. Februar 2014)
Der Wetterdienst hat für den Südwesten Englands die höchste Sturmwarnung ausgesprochen: Eine Frau wird per Kanu aus dem Überschwemmungsgebiet weggebracht. (11. Februar 2014)
Reuters
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Heute waren 80'000 Haushalte in Grossbritannien und 190'000 in Irland ohne Stromversorgung, wie die Energieversorger in beiden Ländern mitteilten. Stürme mit Windgeschwindigkeiten von deutlich mehr als 100 Kilometern pro Stunde hatten in der Nacht zum Donnerstag Stromleitungen gekappt. Im Südwesten Englands starb ein etwa 70-jähriger Mann an einem Stromschlag, als er einen Baum entfernen wollte, der eine Stromleitung heruntergerissen hatte. Weitere Menschen wurden bei Räumungsarbeiten verletzt. In Manchester wurde ein Mann von einer durch die Luft geschleuderten Zaunlatte getroffen und war danach bewusstlos.

Allein in Grossbritannien gelten für 16 Regionen in drei Grafschaften ernste Sturmwarnungen. Viele Menschen verliessen ihre Häuser aus Furcht vor den Fluten – inzwischen stehen im Süden Englands grosse Flächen unter Wasser. Mehrere Zugverbindungen in Grossbritannien und Irland sind unterbrochen, nachdem Erdrutsche und Unterspülungen die Gleise unbenutzbar gemacht hatten. In einem Zug von London nach Edinburgh waren in der Nacht Hunderte Fahrgäste für Stunden eingeschlossen.

Für die nächsten Tage sagen die Wetterexperten weitere Stürme und nochmals heftige Regenfälle voraus. Für die Themse wird der höchste Wasserstand seit mehr als 60 Jahren erwartet. Die Regenfälle halten bereits seit Anfang Dezember an.

Kritik an der Regierung

In den betroffenen Regionen wächst die Kritik an der Regierung von Premierminister David Cameron. Der Regierungschef fährt täglich in die Krisenregionen in Südengland und Wales, um sich über den Stand unterrichten zu lassen. Am Dienstag hatte er erklärt, Geld spiele beim Kampf gegen das Unwetter inzwischen keine Rolle mehr.

Verkehrsminister Patrick McLoughlin kündigte im Unterhaus an, die Regierung werde 61 Millionen Pfund (rund 90 Millionen Franken) für die Reparaturarbeiten ausgeben. Nach Auffassung der Labour-Opposition werden allein für die Bahninfrastruktur 118 Millionen Pfund gebraucht.

SDA/ldc

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