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Weitere Tote auf der Costa Concordia entdeckt

Die Gefahr einer Umweltkatastrophe vor Italiens Küste ist gebannt. Das letzte Schweröl aus dem havarierten Schiff wurde abgepumpt. Gleichzeitig wurden fünf Leichen entdeckt. Noch muss die Costa geborgen werden.

Soll nach dem Aufrichten abgeschleppt werden: Die Costa Concordia, an der eine Hilfskonstruktion befestigt wurde. (15. September 2013)
Soll nach dem Aufrichten abgeschleppt werden: Die Costa Concordia, an der eine Hilfskonstruktion befestigt wurde. (15. September 2013)
Keystone
Ein halbes Jahr dauern die Bergungsarbeiten schon: Das Wrack der Costa Concordia. (14. Oktober 2012)
Ein halbes Jahr dauern die Bergungsarbeiten schon: Das Wrack der Costa Concordia. (14. Oktober 2012)
Keystone
Die Costa Concordia rammt vor der Insel Giglio einen Felsen: Das Kreuzfahrtschiff anfangs nur in leichter Schieflage. (14. Januar 2012)
Die Costa Concordia rammt vor der Insel Giglio einen Felsen: Das Kreuzfahrtschiff anfangs nur in leichter Schieflage. (14. Januar 2012)
Keystone
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Bergungsmannschaften haben im Wrack des vor der italienischen Küste havarierten Kreuzfahrtschiffs Costa Concordia fünf weitere Leichen entdeckt. Das teilte Franco Gabrielli mit, der Leiter der Zivilschutzbehörde, die für die Bergung zuständig ist. Die Costa Concordia lief am 13. Januar mit etwa 4200 Menschen an Bord nahe der toskanischen Insel Giglio auf einen Felsen auf und kenterte. Bislang wurden nun 25 Leichen aus dem Schiffswrack geborgen. Zwei Menschen gelten noch als vermisst. Nach Angaben der Zivilschutzbehörde befinden sich die gefundenen Leichen alle zwischen dem Schiffsrumpf und dem Meeresboden. Es war unklar, wann sie geborgen werden können.

Die Gefahr einer grossen Umweltkatastrophe vor Italiens Küste durch auslaufendes Schweröl der Costa Concordia ist derweil gebannt. Am Wrack wird das letzte Schweröl abgepumpt. Noch am Donnerstag sollte der letzte Treibstoff aus dem am 13. Januar havarierten Kreuzfahrtschiff abgepumpt sein, am Freitag würden die Arbeiten endgültig beendet. Dies sagte der Bürgermeister der betroffenen Insel Giglio, Sergio Ortelli, in Florenz. «Damit schliesst ein Kapitel», sagte Ortelli.

Wasser um das Schiff sauber

In den Tanks waren nach früheren Angaben etwa 2'380'000 Liter Treibstoff, überwiegend gefährliches Schweröl. Mit dem Abpumpen war eine niederländische Spezialfirma wochenlang beschäftigt. Messungen hätten gezeigt, dass das Wasser rund um das Wrack kristallklar und sauber geblieben sei, erklärte der Bürgermeister.

Seine grösste Sorge ist jetzt die Bergung des 290 Meter langen Schiffes, die zehn bis zwölf Monate dauern dürfte. Offen ist, ob das teilweise mit Wasser vollgelaufene Schiff nach dem Aufrichten zerteilt werden muss oder aber an einem Stück abtransportiert werden kann. Die Reederei Costa Crociere will demnächst bekannt geben, welche Firma das Schiff wie beseitigen soll.

Noch sieben Menschen vermisst

Auch mehr als zwei Monate nach dem Schiffbruch werden noch sieben Passagiere und Crewmitglieder vermisst. 25 Leichen wurden geborgen. Gegen den Kapitän Francesco Schettino wird seit dem Unfall unter anderem wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung, Havarie und Verlassen des Schiffes während der Evakuierung ermittelt. Schettino ist unter Hausarrest.

Das Schiff mit mehr als 4200 Menschen an Bord war auf seiner nächtlichen Fahrt zu nahe an die Insel herangekommen und hatte dabei einen Felsen gerammt.

dapd/kpn

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