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«Verschwende nicht sein Geld»

Eine Highschool-Lehrerin im US-Bundesstaat Utah erteilt ihrer Klasse Ratschläge fürs erste Date. Die Tipps sorgen für einen Shitstorm im Netz.

Erste Liebe beim Schulspind: Eine Szene aus der US-Comedy-Serie «Glee». Sie spielt an der fiktiven McKinley Highschool in Ohio.
Erste Liebe beim Schulspind: Eine Szene aus der US-Comedy-Serie «Glee». Sie spielt an der fiktiven McKinley Highschool in Ohio.
Screenshot 20th Century Fox

Das Fach Finanzwissen soll Schülern in den USA nahebringen, wie sie mit ihrem Taschengeld bis Ende Monat gut über die Runden kommen. Eine Highschool-Lehrerin im US-Bundesstaat Utah wollte ihren Schützlingen Tipps für ein günstiges Date geben – Budget knappe fünf Dollar – und schoss dann mit einem ganzen Benimmkodex etwas über das Ziel hinaus. Mittlerweile berichten Medien weltweit über den skurrilen Lehrstoff.

Ihren Teenager-Schülern präsentierte die Lehrerin nebst Spartipps auch gleich ein umfassendes Regelwerk. Für Mädchen etwa hält ihr Papier Regeln wie diese parat:

Tipps für moderne Mädchen?

«Sei pünktlich fertig», «bring ihm Respekt entgegen», «Iss das Essen auf, das du bestellt hast», «verschwende nicht sein Geld» und «flirte nicht mit anderen Männern, wenn du auf einem Date bist». Weitere Tipps: «Wenn du denkst, dass du zu fett bist, behalte es für dich», «korrigiere oder kommentiere nicht seine Eigenheiten», «kritisiere nicht seinen Fahrstil (ausser er ist unsicher)».

Jungs empfahl sie ähnlich antiquiert anmutende Tipps: «Bring sie rechtzeitig nach Hause», «fühle dich nicht zu einem Kuss oder zu mehr berechtigt», «bausche den Verlauf des Dates bei deinen Freunden nicht auf», «erzähle ihr, was du bestellst, damit sie sich daran orientieren kann».

Sexismus-Debatte

Empörte Eltern machten die umstrittene Hausaufgabe prompt öffentlich und beklagten sich in den sozialen Netzwerken über Frauenfeindlichkeit und einen falsch verstandenen Erziehungsauftrag.

Unterstützer der Lehrerin wiederum schossen verbal zurück – die Regeln beruhten lediglich auf simplen Geboten der Höflichkeit und der guten Umgangsformen.

Doch die Behörden reagierten umgehend: Das Material verschwand von den Seiten des staatlichen Bildungsministeriums – es sei «nicht mehr angemessen», berichten die «East Idaho News». Und auch die Highschool gab sich ob des Aufschreis plötzlich kleinlaut.

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