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Verdächtiger in Mordfall Peggy aus U-Haft entlassen

Ein Haftbefehl gegen den vor zwei Wochen festgenommenen 41-Jährigen ist aufgehoben worden.

red
Die Polizei meldet die Festnahme eines Verdächtigen, zwei Wochen später wurde er aus der Untersuchungshaft entlassen: Peggy K. verschwand am 7. Mai 2001 spurlos.
Die Polizei meldet die Festnahme eines Verdächtigen, zwei Wochen später wurde er aus der Untersuchungshaft entlassen: Peggy K. verschwand am 7. Mai 2001 spurlos.
Keystone
Polizeiwagen erreichen am 4. Juli 2016 den Fundort des Skeletts in einem Waldgebiet in Thüringen. Die Knochenteile werden zunächst gerichtsmedizinisch untersucht.
Polizeiwagen erreichen am 4. Juli 2016 den Fundort des Skeletts in einem Waldgebiet in Thüringen. Die Knochenteile werden zunächst gerichtsmedizinisch untersucht.
EPA/Bodo Schackow
Die Beamten stossen während ihrer intensiven Suche neben dem Skelett aber auch auf weitere Objekte. Wenig später vermeldet dann die Staatsanwaltschaft: Bei der Leiche handelt es sich um Peggy.
Die Beamten stossen während ihrer intensiven Suche neben dem Skelett aber auch auf weitere Objekte. Wenig später vermeldet dann die Staatsanwaltschaft: Bei der Leiche handelt es sich um Peggy.
EPA/Bodo Schackow
Susanne K., Mutter der vermissten Peggy, während des Gerichtsprozesses 2004. Über den verhängnisvollen Tag sagt sie später: «Es war kalt, trist, Peggy wollte nicht in die Schule, ich habe sie trotzdem geschickt.» Bis heute mache sie sich deswegen Vorwürfe.
Susanne K., Mutter der vermissten Peggy, während des Gerichtsprozesses 2004. Über den verhängnisvollen Tag sagt sie später: «Es war kalt, trist, Peggy wollte nicht in die Schule, ich habe sie trotzdem geschickt.» Bis heute mache sie sich deswegen Vorwürfe.
EPA/Karl-Josef Hildenbrand
Jahrelang sucht die Polizei nach dem Mädchen. Bereits direkt nach ihrem Verschwinden im Mai 2001 durchkämmen die Beamten ein Waldstück unweit der Gemeinde Lichtenberg in Franken. Zuvor waren Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen.
Jahrelang sucht die Polizei nach dem Mädchen. Bereits direkt nach ihrem Verschwinden im Mai 2001 durchkämmen die Beamten ein Waldstück unweit der Gemeinde Lichtenberg in Franken. Zuvor waren Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen.
AP Photo/Jens Meyer
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Ein vor zwei Wochen im Mordfall Peggy festgenommener Tatverdächtiger ist am Montag aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Der Haftbefehl gegen den 41-Jährigen sei vom Amtsgericht Bayreuth aufgehoben worden, erklärten die Staatsanwaltschaft Bayreuth und das Polizeipräsidium Oberfranken.

Die neun Jahre alte Peggy war im Jahr 2001 spurlos verschwunden, 2016 wurden ihre sterblichen Überreste entdeckt. Die Leiche der aus dem fränkischen Lichtenberg stammenden Schülerin war zufällig von einem Pilzsammler gefunden worden. Am Fundort der Leiche fanden die Ermittler Torf und Farbreste, die auf den nun Entlassenen deuteten.

Bei seiner Vernehmung gab der aus der Region des Mädchens stammende Mann im September zu, die Leiche am Tag des Verschwindens von einem Mann übernommen zu haben. Er gestand auch, das tote Kind in ein Waldstück in Thüringen gebracht und dort abgelegt zu haben.

Der Mordfall Peggy zählt mit einer Vielzahl an Wendungen zu den mysteriösesten Kriminalfällen in Deutschland. In dem Fall gab es auch eine Reihe von Justizpannen. So ging die Polizei mit der Information nach aussen, dass DNA-Spuren des NSU-Mitglieds Uwe Böhnhardt am Fundort von Peggys Leiche entdeckt worden seien. Dies erklärte sich dann aber mit einer Verunreinigung von Gerätschaften der Polizei.

(AFP)

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