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US-Polizist erschiesst schwarzen Teenager

Die Polizei sagt, der 18-Jährige habe das Feuer eröffnet – gemäss Verwandten war er jedoch unbewaffnet. Ganz in der Nähe war im August der Teenager Michael Brown erschossen worden.

Der Polizist habe 17 Schüsse abgegeben: Aufgebrachte Bürger in der Nähe des Tatorts. (8. Oktober 2014)
Der Polizist habe 17 Schüsse abgegeben: Aufgebrachte Bürger in der Nähe des Tatorts. (8. Oktober 2014)
Keystone

In der US-Grossstadt St. Louis ist erneut ein junger Schwarzer von einem weissen Polizisten erschossen worden. Der Vorfall ereignete sich nur wenige Kilometer vom Vorort Ferguson entfernt, wo es im August nach der Erschiessung eines schwarzen Jugendlichen durch einen weissen Polizeibeamten tagelang zu Krawallen gekommen war.

Wie die Polizei mitteilte, wollte der Polizist den 18-Jährigen kontrollieren. Dieser habe jedoch die Flucht ergriffen und dreimal auf den Beamten geschossen. Der Polizist habe 17 Schüsse abgegeben.

200 Demonstranten

Der 32-jährige Polizist sei nicht im Dienst gewesen, habe aber in seiner Uniform für eine Sicherheitsfirma gearbeitet, teilte die Polizei weiter mit. Er sei beurlaubt worden, die Ermittlungen dauerten an. Nach den Schüssen versammelten sich rund 200 Demonstranten, um zu protestieren. Dabei kam es zu Scharmützeln mit der Polizei.

Eine Frau, die sich als Cousine des Getöteten bezeichnete, sagte der Zeitung «St. Louis Dispatch», ihr Verwandter sei unbewaffnet gewesen. «Er hatte ein Sandwich in der Hand, und sie dachten, es sei eine Pistole – es ist genauso so wie bei Michael Brown.» Der 18-Jährige war am 9. August unter umstrittenen Umständen von einem weissen Polizisten erschossen worden.

SDA/rar

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