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Torontos Bürgermeister geht in die Rehaklinik

Rob Ford ist in ein Flugzeug Richtung Chicago gestiegen. Der skandalumwitterte Bürgermeister von Toronto hat sich freistellen lassen und will seine Suchtprobleme in den Griff bekommen.

Mindestens dreissig Tage will er in der Klinik verbringen: Ford verlässt sein Haus in Toronto. (1. Mai 2014)
Mindestens dreissig Tage will er in der Klinik verbringen: Ford verlässt sein Haus in Toronto. (1. Mai 2014)
CBC, Reuters

Der Bürgermeister von Toronto, Rob Ford, ist in eine Rehaklinik aufgebrochen. Sein Anwalt Dennis Morris berichtete am Donnerstag, der Bürgermeister sei in ein Flugzeug Richtung Chicago gestiegen und werde sich nach dessen Landung einer mindestens 30 Tage langen Behandlung unterziehen. Ob sich die Klinik in Chicago befinde, kommentierte Morris nicht. Er stellte jedoch fest, dass die Therapie auch verlängert werden könne.

Fords Bruder Doug sagte dem kanadischen Rundfunksender CBC, der Bürgermeister werde sich in einer der besten Reha-Einrichtungen Nordamerikas behandeln lassen. Auch er wollte den Namen der Klinik nicht nennen.

Ford lässt Kandidatur ruhen

Rob Ford hatte sich ab Donnerstag freistellen lassen, um Alkohol- und Drogenprobleme in den Griff zu bekommen. «Ich habe ein Problem mit Alkohol und den Entscheidungen, die ich in betrunkenem Zustand getroffen habe», erklärte er am Mittwoch. «Ich habe damit schon seit einer Weile zu kämpfen.» Zudem kündigte er an, mit sofortiger Wirkung seine erneute Kandidatur für die Bürgermeisterwahl Ende Oktober ruhen zu lassen.

Nach monatelangen Dementis musste Ford im vergangenen Jahr zugeben, in volltrunkenem Zustand Crack geraucht zu haben. Die Polizei hatte zuvor erklärt, in den Besitz eines belastenden Videos gelangt zu sein. Der Skandal löste einen Sturm der Entrüstung aus, wiederholt wurden Rücktrittsforderungen gegen den Bürgermeister der kanadischen Metropole laut.

Die Zeitung «The Globe and Mail» berichtete am Mittwoch von einem zweiten Video, das Ford im Keller seiner Schwester beim Crackrauchen zeigen soll. Die Aufnahmen sollen demnach von einem mutmasslichen Drogendealer stammen. Die Bilder seien Teil «eines Pakets mit drei Videos», die er aktuell für «mindestens einen sechsstelligen Betrag» verkaufe, meldete das Blatt unter Berufung auf den Mann weiter.

Doug Ford musste Tränen zurückhalten, als er zu den Entwicklungen rund um seinen Bruder Stellung bezog. Auch seinem Bruder, für den er die Wahlkampagnen organisiert, gehe die Sache sehr nahe. «Rob war sehr emotional, als er mir sagte, dass das Schlimmste sei, dass er Menschen enttäuscht habe. Er enttäuschte seine Familie, seine Freunde, seine Kollegen, seine Unterstützer und die Menschen in Toronto.»

AP/mw

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