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Sex-Streik zeigt Wirkung

Um die Trinkwasserversorgung in ihrer Ortschaft durchzusetzen, verweigerten die Frauen in einem türkischen Dorf ihren Männern Einlass ins Schlafzimmer – mit Erfolg.

Die Frauen in Kicaköy hatten in den vergangenen Tagen mit ihrer aussergewöhnlichen Protestaktion landesweit für Schlagzeilen gesorgt: Weil die Männer nach Meinung der Frauen nicht genug zur Lösung des Wasserproblems tun, dürfen sie erst wieder ins Schlafzimmer, wenn die Versorgung funktioniert.

13 Kilometer Weg

Kicaköy ist zwar ans öffentliche Wassernetz angeschlossen, erhält aber wegen der in der ganzen Türkei herrschenden Trockenheit nur etwa alle zehn Tage Wasser. Wie in der türkischen Provinz üblich, müssen die Frauen das darüber hinaus benötigte Wasser mit Kanistern aus Brunnen in 13 Kilometern Entfernung heranschleppen.

Wie türkische Zeitungen jetzt berichten, lasse die Provinz Mersin die Qualität von Quellwasser in der Nähe des Dorfes Kicaköy prüfen, um gegenebenfalls einen Wasserspeicher und eine Rohrleitung in den Ort zu bauen.

«Bestrafung» bis das Wasser fliesst

Der sich abzeichnenden Lösung mit dem dorfnahen Quellwasser stehen die Frauen nach einem Bericht der Zeitung «Zaman» aber skeptisch gegenüber.

Wenn aus der Rohrleitung nichts werde, seien es wieder die Frauen, die das Wasser zwei Kilometer weit ins Dorf bringen müssten, während ihre Männer untätig im Teehaus herumsässen, zitierte das Blatt die Frauen. «Bis das Wasser (im Dorf) ankommt, geht die Bestrafung der Männer weiter.»

SDA/cpm

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