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Schweizer spenden fünf Millionen Franken für Bondo

Nach dem Murgang ist der Alltag in Bondo noch in weiter Ferne. Welche Massnahmen dank der Spenden nun möglich sind.

Nach erneuten Felsstürzen gingen am Donnerstagabend weitere Murgänge nieder und verschütteten die Kantonsstrasse. Bondo ist von der Aussenwelt abgeschnitten.
Nach erneuten Felsstürzen gingen am Donnerstagabend weitere Murgänge nieder und verschütteten die Kantonsstrasse. Bondo ist von der Aussenwelt abgeschnitten.
Beat Kälin
Der erneute Murgang hat das ganze Auffangbecken mit Kies, Felsbrocken und Schutt überflutet.
Der erneute Murgang hat das ganze Auffangbecken mit Kies, Felsbrocken und Schutt überflutet.
Beat Kälin
Kapo Graubünden
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Die Schweizer Bevölkerung zeigt sich einmal mehr grosszügig. Fünf Millionen Franken sind bisher für das von einem Bergsturz getroffene Dorf Bondo in der Südbündner Talschaft Bergell auf dem Spendenkonto der Glückskette eingegangen.

Die Soforthilfe für die vom Bergsturz und den Murgängen betroffenen Personen und Haushalte in Bondo konnte mittlerweile abgeschlossen werden. Nach Angaben der Glückskette erhielten 55 Haushalte insgesamt 164'000 Franken oder je zwischen 2000 und 10'000 Franken.

Überbrückungshilfe

Laut der Präsidentin der Talgemeinde Bregaglia, Anna Giacometti, ist nach wie vor unklar, wie gross die Schäden im Raum Bondo tatsächlich sind. Als nächstes können betroffene Haushalte und KMUs Anträge für eine Überbrückungshilfe stellen.

Die Überbrückungshilfe betrifft in erster Linie Haushalte, die Mehrkosten für die Miete, Ersatzunterkünfte, Transport und Anschaffungen nicht selber bewältigen können. Ihnen kann gemäss Glückskette während maximal zweier Jahre geholfen werden.

Hotels, Restaurants, Geschäftsläden, Tankstellen und andere kleinere und mittlere Unternehmen, welche im Vergleich zu den Vorjahren einen markanten Ertragsausfall verzeichneten, sind ebenfalls bezugsberechtigt. Berücksichtigt dabei werden Versicherungsleistungen.

Hauptanteil fliesst in die Restkosten

Der Hauptteil der gespendeten fünf Millionen Franken fliesst in den kommenden Jahren in die Restkosten, welche nach der Wiederinstandstellung von Häusern und Betriebsgebäuden noch nicht bezahlt werden konnten. Caritas Schweiz wird diese Anträge zuhanden der Glückskette abwickeln.

Die Restkosten der Gemeinde dürften Angaben der Glückskette zufolge am stärksten ins Gewicht fallen. Die Gemeinde Bregaglia werde kaum über genügend Mittel verfügen, diese Kosten zu übernehmen – trotz erwarteter Unterstützung von Kanton und Bund sowie anderer Spenderorganisationen.

SDA/woz

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