Schwedens König streicht Enkeln die royalen Titel

König Carl Gustaf schliesst fünf seiner sieben Enkelkinder aus dem Königshaus aus. Dadurch erhalten sie kein Staatsgeld mehr.

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Das schwedische Königshaus hat sich verkleinert. König Carl Gustaf hat entschieden, dass fünf seiner Enkelkinder keine Mitglieder des Königshauses mehr sind. Das teilte Reichsmarschall Fredrik Wersäll am Montag im Stockholmer Schloss mit. «Seine Majestät der König hat Veränderungen im königlichen Haus beschlossen. Der Hintergrund ist, dass damit eindeutig diejenigen Personen festgelegt werden, von denen innerhalb der Königlichen Familie erwartet wird, dass sie offizielle Aufträge erfüllen», heisst es.

Das Kronprinzessin-Paar, Victoria und Daniel, habe in der Vergangenheit grössere Verantwortung übernommen, weshalb die Pflichten für Prinz Carl Philip und Prinzessin Madeleine gelockert werden können. Die Kinder von Victoria und Daniel sind als direkte Thronerben nicht von der Neuordnung betroffen.

Die drei Kinder von Prinzessin Madeleine und ihrem Ehemann Chris O'Neill sowie die beiden Söhne von Prinz Carl Philip und Prinzessin Sofia sind damit keine Mitglieder des Königshauses mehr. Sie werden keine offiziellen Aufgaben als Repräsentanten wahrnehmen. Auch in Zukunft nicht, wenn sie älter sind.

Die Kinder von Madeleine und Carl Philip werden ab sofort nicht mehr «Ihre Königliche Hoheit» genannt. Sie bleiben aber Mitglieder der Königsfamilie und behalten ihre vom König bei ihrer Geburt verliehenen Herzogentitel. Als potenzielle Thronfolger sind sie auch weiterhin verpflichtet, dem Ansehen des Königshaus keinen Schaden zuzufügen.

Aberkennung wegen Budgetkürzungen?

In der schwedischen Presse wird die Verkleinerung auch mit der Apanage – eine Art Einkommen finanziert aus Steuergeldern für Mitglieder des Königshauses und für den Unterhalt royaler Anwesen – in Zusammenhang gebracht. Mit dem Ausschluss aus dem Königshaus können die Kinder von Carl Philip und Madeleine mit keiner Apanage mehr rechnen. Der Reichsmarschall stellt aber klar, dass künftig keine Einsparungen zu erwarten sind: «Die offiziellen Aufträge werden in Zukunft nicht weniger.» Es sei darum nicht mit Einsparungen zu rechnen.

2020 wird das Königshause Medienberichten zufolge mit umgerechnet 14,8 Millionen Franken aus der Staatskasse unterstützt. Von der Apanage werden auch die Gehälter der Angestellten bezahlt.

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