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Schlepper von totem Aylan müssen ins Gefängnis

Das Bild des ertrunkenen Flüchtlingsjungen Aylan Kurdi ging um Welt. Nun hat ein türkisches Gericht die verantwortlichen Schlepper zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Aylans Vater Abdullah Kurdi ist in das Haus seiner Familie nach Kobane zurückgekehrt. Risse und Löcher in den Wänden zeugen vom Krieg.
Aylans Vater Abdullah Kurdi ist in das Haus seiner Familie nach Kobane zurückgekehrt. Risse und Löcher in den Wänden zeugen vom Krieg.
AFP
Kurdi im Schlafzimmer seiner verstorbenen Söhne Aylan (3) und Galip (5).
Kurdi im Schlafzimmer seiner verstorbenen Söhne Aylan (3) und Galip (5).
AFP
Dieses Bild erschütterte die Welt: Der tote Aylan (3) wird vom Strand weggetragen.
Dieses Bild erschütterte die Welt: Der tote Aylan (3) wird vom Strand weggetragen.
AFP
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Rund ein halbes Jahr nach dem Tod des syrischen Flüchtlingsjungen Aylan Kurdi sind zwei Schlepper von einem türkischen Gericht in Bodrum zu jeweils vier Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt worden.

Das Gericht in der südwesttürkischen Küstenstadt Bodrum habe einen 35- und einen 36-jährigen Syrer wegen Menschenschmuggels verurteilt, meldete die Nachrichtenagentur DHA. Von dem Vorwurf der fahrlässigen Tötung habe das Gericht die beiden Männer aber freigesprochen. Gegen das Urteil könne Einspruch eingelegt werden. Die Staatsanwaltschaft hatte jeweils bis zu 35 Jahre Haft gefordert.

Fünf Menschen ertrunken

Das Bild des toten Aylan Kurdi war Anfang September zum Symbol der internationalen Flüchtlingskrise geworden. Aylans Bruder Galip und seine Mutter Rihan waren ebenfalls unter den fünf Opfern, die im vergangenen Jahr ertrunken waren, als ihr Boot auf der Fahrt von Bodrum zur griechischen Insel Kos untergegangen war. Die Familie hatte versucht, bis nach Kanada zu gelangen.

Die Türkei ist das Haupttransitland für Syrer, die vor dem Bürgerkrieg in ihrem Land nach Europa fliehen wollen. Bei den gefährlichen Überfahrten nach Griechenland sowie von Nordafrika nach Italien kamen bereits mehrere tausend Menschen ums Leben. Ein Ende November zwischen der EU und Ankara vereinbarter Aktionsplan führte bislang noch nicht zu einem deutlichen Rückgang der Flüchtlingszahlen aus der Türkei.

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