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Mord an Touristinnen: Strafmass für Schweizer halbiert

Ein Genfer wurde nach der Ermordung von zwei Frauen in Marokko zu zehn Jahren Haft verurteilt. Nun hat die Justiz den Fall neu beurteilt.

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Entsetzen und Trauer: Marokkaner gedenken der beiden getöteten Frauen aus dem Norden Europas. (Keystone/Mosa'ab Elshamy/22. Dezember 2018)
Entsetzen und Trauer: Marokkaner gedenken der beiden getöteten Frauen aus dem Norden Europas. (Keystone/Mosa'ab Elshamy/22. Dezember 2018)

Die Freiheitsstrafe für einen Schweizer, der im Zusammenhang mit der Ermordung von zwei Skandinavierinnen im Atlas-Gebirge verurteilt wurde, wird auf fünf Jahre verkürzt. Das teilte sein Anwalt am Montag mit.

Der 33-Jährige war im vergangenen April von einem Gericht in Rabat zu einer zehnjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden, unter anderem wegen der Beteiligung an einer terroristischen Organisation, wie sein Anwalt damals bekanntgab. Er hatte Berufung gegen das Urteil eingelegt.

Die Verkürzung des Strafmasses wurde von einer Berufungskammer des Anti-Terror-Gerichts in Salé ausgesprochen, wie Anwalt Khalil Idrissi am Montag bekanntgab. Die Verurteilung sei ungerecht, kritisierte er. Sie stütze sich auf keine gesicherten Fakten. Im Zug der Ermittlungen war im Dezember 2018 in Marokko auch ein schweizerisch-spanischer Doppelbürger festgenommen worden. Er wurde erstinstanzlich zu 20 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Für die Hauptangeklagten wurde die Todesstrafe ausgesprochen. Sie hätten die Frauen im Namen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) getötet, hiess es zu dem Urteil.

Entsetzen und Trauer

Die beiden skandinavischen Rucksacktouristinnen waren enthauptet worden. Die Leichen der 24-jährigen Dänin und ihrer vier Jahre älteren norwegischen Freundin wurden am 17. Dezember 2018 in einer einsamen Gegend des Atlas-Gebirges gefunden.

Die Tat löste in Marokko und auch in den Heimatstaaten der beiden jungen Frauen Entsetzen und Trauer aus. Über ein Dutzend Personen wurden wegen mutmasslicher Verbindungen zur Tat festgenommen.

(SDA)

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