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Regen sorgt für Unterbrüche auf Strassen und Schienen

Heftige Gewitter hielten die Schweiz in Atem. Schwerer Hagelschlag und Starkregen gingen nieder. Die Region Wil wurde besonders hart getroffen.

Über der Alpennordseite wüteten am Sonntagnachmittag starke Gewitter und es kam, wie hier im thurgauischen Kradolf, zu teils heftigen Überschwemmungen (14. Juni 2015).
Über der Alpennordseite wüteten am Sonntagnachmittag starke Gewitter und es kam, wie hier im thurgauischen Kradolf, zu teils heftigen Überschwemmungen (14. Juni 2015).
Ennio Leanza, Keystone
Nasse Fahrbahn: Die A1 Richtung Bern ist auch am Montagmorgen noch stellenweise überschwemmt.
Nasse Fahrbahn: Die A1 Richtung Bern ist auch am Montagmorgen noch stellenweise überschwemmt.
Twitter@Arkham1971
Autofahrer stecken nach einem heftigen Unwetter im Schlamm auf der Autobahn fest.
Autofahrer stecken nach einem heftigen Unwetter im Schlamm auf der Autobahn fest.
Ennio Leanza, Keystone
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Die Gewitter vom Sonntagabend haben Strassen überflutet und zu Stromausfällen geführt, was den Feuerwehren vor allem in der Ostschweiz viel Arbeit bescherte. Am Montag regnete es weiter. Geduld brauchte es insbesondere im Verkehr.

Hart getroffen wurde die Ostschweiz. Das starke Gewitter vom Sonntagabend hielt die Einsatzkräfte die ganze Nacht über auf Trab. Am Bodensee fielen innert zwölf Stunden bis zu 108 Liter Regen pro Quadratmeter.

Kritische Situation

Das ist mehr als die normale Junimenge, die 102 Liter beträgt, wie der Wetterdienst MeteoNews schreibt. Weil heute noch 10 bis 20 Liter dazukommen, sei die Situation in der Ostschweiz und vor allem am Bodensee kritisch. Am Dienstag dürfte sich die Lage etwas entspannen.

Die Niederschläge liessen Flüsse über die Ufer treten. Im Kanton Thurgau gingen bis am Morgen rund 500 Schadensmeldungen ein, wie die Kantonspolizei mitteilte. Die Feuerwehren standen im Dauereinsatz. Wasser drang in Keller, Tiefgaragen, Unterführungen und auch in Wohnungen ein.

Autobahn bei Wil wieder offen

Stark stark betroffen war die Region Wil SG. Rund 340 Schadenmeldungen gingen bei den Behörden ein, wie der Regionale Führungsstab meldete. In der Stadt Wil wurden Fahrzeuge von den Wassermassen mitgerissen und Häuser überflutet. Ein Bach trat über die Ufer und sorgte für einen Stromausfall. Personen seien nach aktuellem Kenntnisstand keine zu Schaden gekommen.

Rund 150 Personen von Sicherheitsverbund, Feuerwehren und Zivilschützern waren die ganze Nacht über mit 25 Fahrzeugen im Einsatz, wie der Sicherheitsverbund der Region Wil mitteilte. Die Arbeiten dauern an. Die Höhe des Sachschadens ist noch unklar.

Stau im Nass: Unwetter auf der A1 bei Wil. (Video: Youtube/Radio Top)

Die Autobahn A1 wurde bei Wil überschwemmt und in Richtung Zürich mit Schlamm und Geröll verschüttet. Rund 250 Kubikmeter Geröll, das stellenweise 50 bis 60 Zentimeter hoch stand, konnte mittlerweile von der Fahrbahn geräumt werden, sodass der Verkehr ab dem frühen Morgen wieder rollte. Auch kantonale und kommunale Strassen in der Region wurden stark verschmutzt.

Bahnlinie gesperrt

Im Kanton Aargau fiel besonders in der Region Zofingen-Oftringen viel Regen. Wasserlachen sammelten sich auch auf der Autobahn A1 in Safenwil. Auch zwischen Aarau-West und Oftringen stauten sich am Montagvormittag in beiden Richtungen die Autos wegen Hochwassers.

Der starke Regen hatte vor allem das Niederamt heimgesucht. Wasser drang in mehrere Liegenschaften ein. Personen wurden nicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Im Seeland bleibt die Bahnlinie Bern-Neuenburg zwischen Kerzers FR und Ins BE voraussichtlich bis am Montagabend um 18 Uhr unterbrochen. Die starken Regenfälle vom Sonntagabend spülten bei Ins an zwei Stellen den Bahndamm und die Kabeltrassees fort. Arbeiter sind nun daran, beide Anlagen wiederherzustellen. Ersatzbusse sind im Einsatz.

Diverse Überflutungen

In Ins fielen am Sonntagabend 54 Liter Regen pro Quadratmeter, wie MeteoNews mitteilte. Zahlreiche Schadensmeldungen gab es auch aus dem Oberaargau und dem Schwarzenburgerland. Verletzt wurde auch im Kanton Bern niemand.

Alle Hände voll zu tun hatten die Einsatzkräfte auch in Pratteln BL, Muttenz BL und Liestal, wie die Polizei Basel-Landschaft am Montag mitteilte. Vereinzelt wurden zudem auch Strassen, Parkhäuser und Unterführungen überflutet oder Alarmanlagen ausgelöst.

SDA/mlr/chk

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