Zum Hauptinhalt springen

Radiosender zahlt Familie der Krankenschwester 500'000 Franken

Folgenreicher Telefonscherz: Der australische Radiosender 2DayFM will den Hinterbliebenen der verstorbenen Krankenschwester von Herzogin Kate umgerechnet eine halbe Million Franken spenden.

Trauer über den Tod der Krankenschwester: Blumen vor dem Londoner Spital, in dem Kate hospitalisiert war. (10. Dezember 2012)
Trauer über den Tod der Krankenschwester: Blumen vor dem Londoner Spital, in dem Kate hospitalisiert war. (10. Dezember 2012)
Keystone

Nach dem Tod einer Londoner Krankenschwester nach einem Scherzanruf von zwei australischen Radiomoderatoren will deren Sender den Hinterbliebenen mindestens 500'000 australische Dollar (rund 490'000 Franken) zur Verfügung stellen.

Alle Werbeeinnahmen von 2DayFM bis Ende des Jahres würden an die Familie der Krankenschwester Jacintha Saldanha gehen, teilte der Sender heute mit. Die Summe für den von ihrem Arbeitgeber angekündigten Gedenkfonds werde sich auf mindestens eine halbe Million australische Dollar belaufen.

«Wir hoffen, dass wir mit unserem Beitrag zu einem Gedenkfonds dabei helfen können, die Familie Saldanha in einer schwierigen Zeit mit der Unterstützung zu versorgen, die sie braucht», erklärte Rhys Holleran, Chef des Medienkonzerns Southern Cross Austereo, dem 2DayFM gehört. «Es tut uns sehr leid, was passiert ist.»

Sie stellte den Anruf durch

Saldanha war vor einer Woche im König-Edward-VII.-Spital ans Telefon gegangen, weil um diese Zeit der Empfang nicht besetzt war. Auf der anderen Seite des Hörers gaben sich die 2DayFM-Moderatoren Mel Greig und Michael Christian als Königin Elizabeth II. und Prinz Charles aus.

Sie erkundigten sich nach dem Zustand der schwangeren britischen Herzogin Kate, die in dem Spital wegen schwerer Übelkeit behandelt wurde. Saldanha stellte den Anruf zu einer Kollegin durch, die Auskunft gab.

Ursachenforschung geht weiter

Die Suche nach den Ursachen der Tragödie geht unterdessen weiter. Heute sollte die Leiche der 46-Jährigen obduziert werden, wie die Polizei mitteilte. Im Laufe der Woche werde vermutlich eine Untersuchungskommission zusammenkommen. Wann mit Ergebnissen zu rechnen ist, sagte die Polizei nicht.

Der britische Premierminister David Cameron hatte den Tod der Frau gestern als «Selbstmord» bezeichnet. Es sei eine «absolute Tragödie». Auch Medien waren nach dem Tod der Frau am Freitag davon ausgegangen, dass sie sich das Leben nahm. Offiziell bestätigt ist das aber nicht.

SDA/rbi

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch