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Putins Tiger macht China unsicher

Russlands Präsident lässt sich gerne mit Tigern fotografieren. Einem von ihm in die freie Natur entlassenen Tier ist nun offenbar die Lust auf Russland vergangen.

Das Tier, dass die Grenze überquert hat, ist mit einem Sender ausgestattet: Putin begutachtet einen betäubten Tiger.(31. August 2008)
Das Tier, dass die Grenze überquert hat, ist mit einem Sender ausgestattet: Putin begutachtet einen betäubten Tiger.(31. August 2008)
Keystone

Ein vom russischen Präsidenten Wladimir Putin im Mai in die freie Wildbahn entlassener Sibirischer Tiger irrt nun in China umher und könnte in Gefahr sein. Das Tier sei nach China eingewandert, berichteten die Staatsmedien der Volksrepublik am Donnerstag. Das mit einem Peilsender ausgestattete männliche Tier namens Kusja sei über einen Grenzfluss nach China gelangt.

Örtliche Behördenvertreter versicherten der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua, dass der Sibirsche Tiger in seiner neuen Umgebung nicht werde hungern müssen. «Notfalls wird Vieh in die Region getrieben.» Funktionäre bemühten sich unterdessen, den genauen Aufenthaltsort des Tieres zu ermitteln und ihn mit ihren Kameras einzufangen. Zugleich wurden Jagdfallen entfernt, die dem seltenen Sibirischen Tiger zum Verhängnis werden könnten.

Der für seine Selbstdarstellung mit Raubtieren bekannte Putin hatte Kusja im Mai zusammen mit zwei weiteren Amur-Tigern namens Borja und Ilona freigesetzt. Von der vom Aussterben bedrohten Art soll es in China nach Jahrhunderten der Wilderei nur noch ein paar Dutzend geben. In Russland wird ihre Zahl auf gut 400 geschätzt.

SDA/ldc

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