Zum Hauptinhalt springen

Pussy-Riot-Anwälte legen Mandat nieder

Die drei Anwälte der Pussy-Riot-Sängerinnen ziehen sich zurück. Dies, weil ihnen ein Treffen mit ihren Mandantinnen aus «fadenscheinigen Gründen» verboten wurde. Dahinter steckt eine Strategie.

Erhofft sich durch den Schritt grössere Chancen auf die Freilassung der zwei Frauen: Anwältin Wioletta Wolkowa.
Erhofft sich durch den Schritt grössere Chancen auf die Freilassung der zwei Frauen: Anwältin Wioletta Wolkowa.
AFP

Aus Protest gegen zunehmenden Druck auf die inhaftierten Pussy-Riot-Musikerinnen haben die Moskauer Anwälte der beiden Frauen demonstrativ ihr Mandat abgegeben.

«Die Anwälte von Pussy Riot können ihre Mandanten Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina nicht mehr beschützen», schrieb Verteidiger Mark Fejgin über Twitter. Den drei Juristen sei aus fadenscheinigen Gründen ein Treffen mit Tolokonnikowa im Straflager verwehrt worden.

Grössere Chancen auf Freilassung

«Für uns ist das ein Zeichen, dass Nadja unter Druck ist», schrieb Fejgin. Für diese Möglichkeit sei vereinbart gewesen, dass er sowie Nikolai Polosow und Wioletta Wolkowa den Fall abgeben.

Die mit dem Fall bekannt gewordenen Anwälte erhoffen sich von ihrem Rückzug auch grössere Chancen für eine vorzeitige Freilassung der Frauen, die wegen einer Protestaktion in einer Kirche gegen Kremlchef Wladimir Putin zu je zwei Jahren Straflager verurteilt worden waren.

Neuer Rechtsbeistand werde die bekannte Anwältin Irina Chrunowa, sagte Tolokonnikowas Ehemann Pjotr Wersilow der Agentur Interfax. Zudem gab es Berichte, dass die prominente Kremlkritikerin Olga Romanowa künftig Aljochina vertrete.

SDA/wid

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch