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Paraguay: 76 «hochgefährliche» Gefangene auf der Flucht

Die Häftlinge sind durch einen selbstgebauten Tunnel aus dem Gefängnis ausgebrochen. Mitarbeiter des Strafvollzugs sollen davon gewusst haben.

«Wie in Filmen»: 76 Gefangene sollen «mehrere Wochen» an diesem Tunnel gebaut haben. Foto: Marciano Candia, AP/Keystone
«Wie in Filmen»: 76 Gefangene sollen «mehrere Wochen» an diesem Tunnel gebaut haben. Foto: Marciano Candia, AP/Keystone

Aus einem Gefängnis in Paraguay sind 76 Insassen ausgebrochen, die von den Behörden als «hochgefährlich» beschrieben werden. Die Häftlinge entkamen am Sonntag durch einen Tunnel aus der nahe der Grenze zu Brasilien gelegenen Strafvollzugsanstalt.

Die meisten der entkommenen Straftäter gehören nach Angaben der paraguayischen Behörden der brasilianischen Bande Primeiro Comando da Capital (PCC) an. Sie gilt als grösste im Drogen- und Waffenhandel tätige Verbrecherorganisation Brasiliens. 40 der geflüchteten Insassen sind Brasilianer, die übrigen 36 sind Paraguayer. Nach ihrer Flucht wurde der Leiter der Haftanstalt in der Stadt Pedro Juan Caballero entlassen. Dutzende Gefängniswärter wurden festgenommen.

Die paraguayische Justizministerin Cecilia Pérez sagte, die Häftlinge hätten «mehrere Wochen» für den Bau des Tunnels gebraucht. Dieser sehe aus «wie in Filmen» und sei mit Beleuchtung ausgestattet. Die Ministerin äusserte den «starken Verdacht», dass Mitarbeiter des Strafvollzugs von dem Tunnelbau gewusst hätten.

(SDA)

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