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Öltanker läuft in Unesco-Weltnaturerbe aus

Nach einer Schiffskollision in Bangladesh droht grosse Gefahr für die Tier- und Pflanzenwelt. Im weltgrössten Mangrovenwald in einem Flussdelta leben auch gefährdete Tierarten wie Irrawaddy- und Ganges-Delfine.

Mit einem anderen Schiff kollidiert: Der gesunkenen Öltanker im Sundarbans-Mangrovenwald, Bangladesch. (9. Dezember 2014)
Mit einem anderen Schiff kollidiert: Der gesunkenen Öltanker im Sundarbans-Mangrovenwald, Bangladesch. (9. Dezember 2014)
AFP
Bedroht die Tier- und Pflanzenwelt im grössten Mangrovenwald der Welt: Ölteppich auf dem Wasser. (9. Dezember 2014)
Bedroht die Tier- und Pflanzenwelt im grössten Mangrovenwald der Welt: Ölteppich auf dem Wasser. (9. Dezember 2014)
AFP
Ist die Heimat der seltenen Irrawaddy und Ganges Delfine: Austretendes Öl im Fluss Shela. (9. Dezember 2014)
Ist die Heimat der seltenen Irrawaddy und Ganges Delfine: Austretendes Öl im Fluss Shela. (9. Dezember 2014)
AFP
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Im grössten Mangrovenwald der Erde im Flussdelta zwischen Bangladesh und Indien droht eine Umweltkatastrophe grossen Ausmasses. Nach der Havarie eines Tankschiffs bewegte sich am Donnerstag ein Ölteppich auf die Küste zu und gefährdete seltene Tierarten wie Irrawaddy- und Ganges-Delfine, Otter und bengalische Tiger.

Der für das 10'000 Quadratkilometer grosse Gebiet der Sundarbans in Bangladesh zuständige Oberförster Amir Hossain sagte der Nachrichtenagentur AFP, an der Küste gebe es bereits schwarze Ölablagerungen.

Zwei Tanks blieben unbeschädigt

Der Tanker war am Dienstag im Delta des Flusses Schela mit einem Frachtschiff kollidiert und gesunken. Er soll 350'000 Liter Öl geladen haben. Zwei 120'000 Liter Öl fassende Tanks blieben nach Angaben des Schifffahrtsministeriums unbeschädigt. Aus weiteren vier Tanks lief das Öl demnach jedoch aus. Ein Spezialschiff der Regierung mit 10'000 Liter eines Mittels zur Auflösung des Ölteppichs war den Angaben zufolge unterwegs zur Unglücksstelle.

Der Sundarbans-Nationalpark gehört zum Weltnaturerbe der UN-Kulturorganisation Unesco. Insgesamt sei ein 60 Kilometer langer Küstenstreifen betroffen, sagte Hossain. Mangrovenbäume, Plankton und verschiedene Fischarten seien bedroht. Rubayat Mansur von der Naturschutzorganisation Wildlife Conservation Society (WCS) sprach am Unglücksort von einem «nationalen Desaster». Den Behörden warf er vor, zu wenig zur Schadensbegrenzung zu unternehmen. Die Luft sei giftig, Fischer berichteten bereits über verendete Fische. Besonders bedroht seien Krebse.

AFP/jym/rub

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