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Neuseeland würdigt Todesopfer des Christchurch-Anschlags

Zwei Wochen nach dem Anschlag auf zwei Moscheen in Christchurch hat Neuseeland mit einer nationalen Gedenkfeier der 50 Todesopfer gedacht.

«Rassismus existiert, aber er ist hier nicht willkommen»: die neuseeländische Regierungschefin Jacinda Ardern an der Gedenkfeier.
«Rassismus existiert, aber er ist hier nicht willkommen»: die neuseeländische Regierungschefin Jacinda Ardern an der Gedenkfeier.
AP Photo/Mark Baker, Keystone
Am Freitag vergangener Woche hatte Neuseeland bereits mit zwei Schweigeminuten an die Todesopfer erinnert.
Am Freitag vergangener Woche hatte Neuseeland bereits mit zwei Schweigeminuten an die Todesopfer erinnert.
AP Photo/Mark Baker, Keystone
Der Sänger Yusuf Islam führte seinen Song «Peace Train» (Friedenszug) auf. Der unter dem Namen Cat Stevens bekannte Star konvertierte in den siebziger Jahren zum Islam.
Der Sänger Yusuf Islam führte seinen Song «Peace Train» (Friedenszug) auf. Der unter dem Namen Cat Stevens bekannte Star konvertierte in den siebziger Jahren zum Islam.
EPA/MARTIN HUNTER, Keystone
Neuseeland gedenkt eine Woche nach der Attacke auf zwei Moscheen der 50 Todesopfer. Unter ihnen Premierministerin Jacinda Ardern.
Neuseeland gedenkt eine Woche nach der Attacke auf zwei Moscheen der 50 Todesopfer. Unter ihnen Premierministerin Jacinda Ardern.
Vincent Thian, Keystone
Ardern sagte an die Adresse der Muslime: «Neuseeland trauert mit euch. Wir sind eins.»
Ardern sagte an die Adresse der Muslime: «Neuseeland trauert mit euch. Wir sind eins.»
Jorge Silva, Reuters
Zaed Mustafa (l.), der seinen Vater und seinen Bruder beim Terroranschlag vom letzten Freitag verloren hat, wird zum Freitagsgebet in Christchurch begrüsst.
Zaed Mustafa (l.), der seinen Vater und seinen Bruder beim Terroranschlag vom letzten Freitag verloren hat, wird zum Freitagsgebet in Christchurch begrüsst.
Mark Baker, Keystone
Drohungen: Der IS hat angekündigt, die Moschee-Angriffe in Christchurch zu rächen. (19. März 2019)
Drohungen: Der IS hat angekündigt, die Moschee-Angriffe in Christchurch zu rächen. (19. März 2019)
Vincent Thian (AP), Keystone
Schüler gedenken der Terroropfer mit einem Haka. (18. März 2019)
Schüler gedenken der Terroropfer mit einem Haka. (18. März 2019)
Screenshot Reuters-Video
Der mutmassliche Täter hat seinen Pflichtverteidiger von seinem Mandat als Anwalt entbunden. (16. März 2019)
Der mutmassliche Täter hat seinen Pflichtverteidiger von seinem Mandat als Anwalt entbunden. (16. März 2019)
Martin Hunter, Keystone
Stellte sich dem Attentäter in den Weg, der vor zwei Moscheen in Christchurch 50 Menschen erschoss und 50 weitere verletzte: Abdul Aziz. (17. März 2019)
Stellte sich dem Attentäter in den Weg, der vor zwei Moscheen in Christchurch 50 Menschen erschoss und 50 weitere verletzte: Abdul Aziz. (17. März 2019)
Anthony Wallace, AFP
Neuseeland trauert: Gedenkstätte für die Opfer in Christchurch.
Neuseeland trauert: Gedenkstätte für die Opfer in Christchurch.
Anthony Wallace, AFP
Die Grossmutter des Täters hat sich zu Wort gemeldet. Sie ist fassungslos ob der Tat. (17. März 2019)
Die Grossmutter des Täters hat sich zu Wort gemeldet. Sie ist fassungslos ob der Tat. (17. März 2019)
Channel 9, Keystone
Der im Rollstuhl sitzende Farid Ahmad hat den Anschlag überlebt. Er soll nach eigenen Worten dem Attentäter verziehen haben. Ahmads Frau Husna ist eine der 50 Toten des Attentats.
Der im Rollstuhl sitzende Farid Ahmad hat den Anschlag überlebt. Er soll nach eigenen Worten dem Attentäter verziehen haben. Ahmads Frau Husna ist eine der 50 Toten des Attentats.
Mick Tsikas, Keystone
Die beiden Dorfpolizisten hatten den Attentäter von Christchurch 36 Minuten nach dem ersten Notruf festgenommen.
Die beiden Dorfpolizisten hatten den Attentäter von Christchurch 36 Minuten nach dem ersten Notruf festgenommen.
Twitter @ROBERT22051432, Reuters
Neuseelands Polizeichef Mike Bush sagte, er sei «ausserordentlich stolz» auf das Eingreifen der beiden Beamten.
Neuseelands Polizeichef Mike Bush sagte, er sei «ausserordentlich stolz» auf das Eingreifen der beiden Beamten.
Marty Melville, AFP
Tag der Trauer: Die Neuseeländische Flagge auf dem Parlamentsgebäude in Wellington weht auf Halbmast. (15. März 2019)
Tag der Trauer: Die Neuseeländische Flagge auf dem Parlamentsgebäude in Wellington weht auf Halbmast. (15. März 2019)
Marty Melville, AFP
Die Anteilnahme ist gross: Menschen haben Blumen und Kerzen vor der Masjid Moschee in Wellington gelegt. (15. März 2019)
Die Anteilnahme ist gross: Menschen haben Blumen und Kerzen vor der Masjid Moschee in Wellington gelegt. (15. März 2019)
Marty Melville, AFP
Eine kugelsichere Weste und Schutzausrüstung: Dieses Bild veröffentlichte der mutmassliche Täter am 12. März 2019 auf Twitter.
Eine kugelsichere Weste und Schutzausrüstung: Dieses Bild veröffentlichte der mutmassliche Täter am 12. März 2019 auf Twitter.
Twitter, Reuters
Auf den Waffenmagazinen hat der mutmassliche Angreifer Namen und Daten geschrieben: Auch seine Munition postete der mutmassliche Täter.
Auf den Waffenmagazinen hat der mutmassliche Angreifer Namen und Daten geschrieben: Auch seine Munition postete der mutmassliche Täter.
Twitter, Reuters
Tief betroffen: Anwohner von Christchurch versammeln sich vor einer Absperrung in der Nähe einer der angegriffenen Moscheen. (15. März 2019)
Tief betroffen: Anwohner von Christchurch versammeln sich vor einer Absperrung in der Nähe einer der angegriffenen Moscheen. (15. März 2019)
Tessa Burrows, AFP
Glauben vereint: Muslime beten nach ihrem Freitagsgebet auf den Strassen von Bangladesch für die Opfer der Attacken in Christchurch. (15. März 2019)
Glauben vereint: Muslime beten nach ihrem Freitagsgebet auf den Strassen von Bangladesch für die Opfer der Attacken in Christchurch. (15. März 2019)
Mohammad Ponir Hossain, Reuters
Kein Durchkommen mehr möglich: Ein bewaffneter Polizist sichert einen kleinen Park in der Nähe der Masjid al Noor Moschee. (15. März 2019)
Kein Durchkommen mehr möglich: Ein bewaffneter Polizist sichert einen kleinen Park in der Nähe der Masjid al Noor Moschee. (15. März 2019)
Tessa Burrows, AFP
Bei bewaffneten Angriffen auf zwei Moscheen in Christchurch sind nach Angaben der Regierung 40 Menschen getötet worden: Blutige Bandagen am Boden. (15. März 2019)
Bei bewaffneten Angriffen auf zwei Moscheen in Christchurch sind nach Angaben der Regierung 40 Menschen getötet worden: Blutige Bandagen am Boden. (15. März 2019)
Martin Hunter, Keystone
Aus Sorge vor weiteren Attacken riegelt die Polizei Schulen und andere öffentliche Gebäude ab. (15. März 2019)
Aus Sorge vor weiteren Attacken riegelt die Polizei Schulen und andere öffentliche Gebäude ab. (15. März 2019)
Mark Baker, AFP
Mehr als 20 Menschen sind nach Angaben der neuseeländischen Regierung schwer verletzt worden. Der genaue Ablauf der Attacke war auch nach Stunden noch unklar. (15. März 2019)
Mehr als 20 Menschen sind nach Angaben der neuseeländischen Regierung schwer verletzt worden. Der genaue Ablauf der Attacke war auch nach Stunden noch unklar. (15. März 2019)
Mark Baker/AP, Keystone
Der «Terroranschlag» sei «gut vorbereitet» gewesen, sagte Regierungschefin Jacinda Ardern. (15. März 2019)
Der «Terroranschlag» sei «gut vorbereitet» gewesen, sagte Regierungschefin Jacinda Ardern. (15. März 2019)
AFP
Weiter fand die Polizei an Autos zwei Sprengsätze. Diese wurden entschärft. (15. März 2019)
Weiter fand die Polizei an Autos zwei Sprengsätze. Diese wurden entschärft. (15. März 2019)
Mark Baker/AP, Keystone
Die Angriffe waren in der Masjid-al-Noor-Moschee im Stadtzentrum von Christchurch und in einer Moschee im Vorort Linwood verübt worden. Sie ereigneten sich während des Freitagsgebets. (15. März 2019)
Die Angriffe waren in der Masjid-al-Noor-Moschee im Stadtzentrum von Christchurch und in einer Moschee im Vorort Linwood verübt worden. Sie ereigneten sich während des Freitagsgebets. (15. März 2019)
Mark Baker/AP, Keystone
Eine der betroffenen Moscheen: Die Masjid-al-Noor-Moschee im Stadtzentrum von Christchurch. (15. März 2019)
Eine der betroffenen Moscheen: Die Masjid-al-Noor-Moschee im Stadtzentrum von Christchurch. (15. März 2019)
Martin Hunter, Keystone
Ein Augenzeuge sagte dem Sender Radio New Zealand, er habe Schüsse gehört und vier Menschen auf dem Boden liegen gesehen, mit «Blut überall». (15. März 2019)
Ein Augenzeuge sagte dem Sender Radio New Zealand, er habe Schüsse gehört und vier Menschen auf dem Boden liegen gesehen, mit «Blut überall». (15. März 2019)
Mark Baker/AP, Keystone
Die Polizei rief dazu auf, im Zentrum von Christchurch nicht auf die Strasse zu gehen und jedes verdächtige Verhalten zu melden. (15. März 2019)
Die Polizei rief dazu auf, im Zentrum von Christchurch nicht auf die Strasse zu gehen und jedes verdächtige Verhalten zu melden. (15. März 2019)
Mark Baker/AP, Keystone
Unklar war zunächst, wie viele Menschen sich zum Tatzeitpunkt in der Moschee aufhielten. Später berichteten örtliche Medien von rund 300 Gläubigen. (15. März 2019)
Unklar war zunächst, wie viele Menschen sich zum Tatzeitpunkt in der Moschee aufhielten. Später berichteten örtliche Medien von rund 300 Gläubigen. (15. März 2019)
Mark Baker/AP, Keystone
Im Internet kursierte ein Video, das angeblich von einem der Täter stammte. In Ego-Shooter-Manier schoss er auf alles, was sich bewegte. Auf dem Video, das mittlerweile gelöscht worden sein soll, waren zahlreiche Verletzte und am Boden liegende Personen zu sehen. (15. März 2019)
Im Internet kursierte ein Video, das angeblich von einem der Täter stammte. In Ego-Shooter-Manier schoss er auf alles, was sich bewegte. Auf dem Video, das mittlerweile gelöscht worden sein soll, waren zahlreiche Verletzte und am Boden liegende Personen zu sehen. (15. März 2019)
Reuters
Die Angriffe lösten einen Grosseinsatz aus. Für den Pazifikstaat Neuseeland ist es eine der schlimmsten Gewalttaten der jüngeren Geschichte. (15. März 2019)
Die Angriffe lösten einen Grosseinsatz aus. Für den Pazifikstaat Neuseeland ist es eine der schlimmsten Gewalttaten der jüngeren Geschichte. (15. März 2019)
Mark Baker/AP, Keystone
In Neuseeland ist nur eine kleine Minderheit der Bevölkerung muslimischen Glaubens. Insgesamt gibt es dort etwa 50'000 Muslime, viele davon Einwanderer aus Staaten wie Pakistan oder Bangladesch. (15. März 2019)
In Neuseeland ist nur eine kleine Minderheit der Bevölkerung muslimischen Glaubens. Insgesamt gibt es dort etwa 50'000 Muslime, viele davon Einwanderer aus Staaten wie Pakistan oder Bangladesch. (15. März 2019)
Mark Baker/AP, Keystone
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Tausende Menschen nahmen am Freitag (Ortszeit) an der nationalen Gedenkfeier in einem Park in Christchurch teil. Unter den Anwesenden weilte die neuseeländische Regierungschefin Jacinda Ardern, ihr australischer Kollege Scott Morrison und Vertreter von 58 anderen Ländern.

«Rassismus existiert, aber er ist hier nicht willkommen», sagte Ardern in ihrer Ansprache. Das gleiche gelte für Gewalt, Extremismus und Angriffe auf die Religionsfreiheit.

Ähnliche Veranstaltungen wurden in anderen Grossstädten Neuseelands, wie Auckland, Wellington und Dunedin, abgehalten - überall galten strenge Sicherheitsvorkehrungen. Am Freitag vergangener Woche hatte Neuseeland bereits mit zwei Schweigeminuten an die Todesopfer erinnert.

Vereint durch Angriff

Ein australischer Rechtsextremist hatte am 15. März zwei Moscheen in Christchurch angegriffen und dabei 50 Menschen erschossen. Das Blutbad sorgte international für Entsetzen. 22 Verletzte werden nach wie vor in Spitälern behandelt.

Christchurchs Bürgermeisterin Lianne Dalziel bezeichnete den Anschlag am Freitag als einen «Angriff auf uns alle». Die von Hass getriebene Tat habe zum Ziel gehabt, die Neuseeländer zu spalten. Stattdessen habe sie «uns vereint», sagte Dalziel.

Der Sänger Yusuf Islam führte seinen Song «Peace Train» (Friedenszug) auf. Der unter dem Namen Cat Stevens bekannte Star konvertierte in den siebziger Jahren zum Islam und nahm den Namen Yusuf Islam an.

(SDA)

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