Zum Hauptinhalt springen

Neonazi-Morde: Schweizer freigelassen

Er wird verdächtigt, die Mordwaffe beschafft zu haben: Der Mann, der in der Schweiz im Zusammenhang mit der Zwickauer Zelle verhaftet worden war, ist aus dem Gefängnis entlassen worden.

Mit einer solchen Waffe hatten die Neonazis gemordet: Pistole Ceska, Modell 83, Kaliber 7,65, mit Schalldämpfer. (Fahndungsfoto des deutschen Bundeskriminalamtes)
Mit einer solchen Waffe hatten die Neonazis gemordet: Pistole Ceska, Modell 83, Kaliber 7,65, mit Schalldämpfer. (Fahndungsfoto des deutschen Bundeskriminalamtes)

Seit dem 7. Februar sass ein Berner in Haft, der im Verdacht steht die Mordwaffe der Zwickauer-Zelle beschafft zu haben. Nun wurde er aus der Untersuchungshaft entlassen, weil keine Verdunkelungsgefahr mehr bestehe, wie Michael Fichter, Sprecher der Kantonspolizei Bern, heute sagte. Er bestätigte einen entsprechenden Bericht des Schweizer Radios DRS.

Hintergrund sei, dass Informationen aus dem Verfahren an die Öffentlichkeit gelangt seien. Das Verfahren und die Ermittlungen gehen aber weiter, wie Fichter sagte. Es besteht der Verdacht auf Unterstützung einer kriminellen Organisation.

Pistole mit Schalldämpfer

Im Vordergrund stehe somit die Tatwaffen-Frage, sagte Fichter. Es handelt sich dabei um eine Pistole der tschechischen Marke Ceska mit Schalldämpfer. Diese war in der ausgebrannten Wohnung der Täter im ostdeutschen Zwickau gefunden worden. Die Ermittler konnten inzwischen feststellen, dass die Waffe aus der Schweiz stammt.

Nun wird geprüft, ob es der Mann aus dem Berner Oberland war, welcher die Pistole der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) besorgt hat.

Am Flughafen festgenommen

Der aus der Untersuchungshaft entlassene Mann war nach einem Auslandaufenthalt bei seiner Ankunft am Flughafen Zürich festgenommen worden. Ein erster Verdächtiger war schon am 20. Januar vorübergehend festgenommen worden.

Die Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit den Taten eines aus Thüringen stammenden Neonazi-Trios. Auf das Konto der Zelle soll die deutschlandweite Mordserie an Migranten in den Jahren 2000 bis 2006 gehen.

SDA/rub

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch