Zum Hauptinhalt springen

Leiche der 19-Jährigen wurde in einem Wald gefunden

Die Suche nach der im Kanton Waadt entführten jungen Frau wurde die ganze Nacht fortgesetzt. Die Polizei fand um 3 Uhr morgens unweit von Payerne eine weibliche Leiche in einem Waldstück.

Der Mörder kommt beim Waadtländer Kantonsgericht an. (27. September 2018)
Der Mörder kommt beim Waadtländer Kantonsgericht an. (27. September 2018)
Laurent Gilliéron, Keystone
Bleibt lebenslang hinter Gittern: Der Angeklagte im Fall Marie, Claude D., neben Verteidigerin Yael Hayat. (7. März 2016)
Bleibt lebenslang hinter Gittern: Der Angeklagte im Fall Marie, Claude D., neben Verteidigerin Yael Hayat. (7. März 2016)
Frederic Bott, Keystone
Ist nicht mehr am Leben: Die entführte 19-jährige Marie.
Ist nicht mehr am Leben: Die entführte 19-jährige Marie.
Polizei VD
1 / 22

Die 19-Jährige, die von einem verurteilten Entführer, Vergewaltiger und Mörder in ein Auto gezerrt worden war, wurde die ganze Nacht gesucht. Die Waadtländer Kantonspolizei sagte heute am frühen Morgen gegenüber Redaktion Tamedia, man habe noch nicht mehr Informationen über ihren Aufenthaltsort. Dass die junge Frau getötet worden sei, wie «20minutes.ch» bereits früh unter Berufung auf «gute Quellen» berichtete, bestätigte die Polizei zunächst nicht. Auch die anderen Westschweizer Medien schrieben auf ihren Onlineplattformen, Marie sei tot aufgefunden worden. Gemäss «Le Matin» sei sie um 3 Uhr nachts in einem kleinen Dorf bei Payerne gefunden worden.

Nun herrscht jedoch Gewissheit: Die Waadtländer Polizei bestätigt die Medienberichte. Die Leiche der 19-Jährigen wurde demnach heute im Wald Cigogne in der Region von Torny-le-Grand FR gefunden. Die Identifikation der Leiche sei indes noch im Gang. Die Polizei lädt heute um 10 Uhr zu einer Medienkonferenz ein.

Die Ex-Freundin umgebracht

Der Entführer wurde bereits am Dienstag nach einer wilden Verfolgungsjagd gestellt, als er mit dem Auto im Kanton Freiburg unterwegs war. Ein Augenzeuge hatte am Montag beobachtet, wie der 36-Jährige die Frau in Payerne VD in ein Auto zerrte. Die 19-Jährige, die in Payerne wohnte, ging zu Fuss der Kantonsstrasse beim Golfplatz entlang, als der Entführer zuschlug. Die beiden befanden sich gemäss Polizei in einer Beziehung.

Auf dem 36-jährigen Schweizer lastet eine dunkle Vergangenheit. Der Mann wurde im Juni 2000 wegen Entführung, Vergewaltigung und Mordes an seiner ehemaligen Freundin verurteilt. Die Frau hatte im Herbst 1997 die Beziehung beendet, worauf der damals 22-Jährige sie bedrohte.

Im Januar 1998 wartete er vor dem Wohnblock der Ex-Freundin und bedrohte sie mit einer Waffe. Danach brachte er sie in ein Chalet in La Lécherette VD. Die Frau wehrte sich mit einem Pfefferspray, worauf er sie mit fünf Schüssen tötete.

Kein GPS-Signal der elektronischen Fessel

Das Kriminalgericht des Waadtländer Oberlands verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 20 Jahren. Der lebenslänglichen Freiheitsstrafe entging er nur wegen seines jungen Alters.

Der Mann befand sich seit August 2012 im Hausarrest und musste eine elektronische Fessel tragen. Die Bewährungshilfe beantragte jedoch, den Hausarrest abzubrechen. Dagegen legte der Betroffene Rekurs ein und erhielt aufschiebende Wirkung.

Das elektronische Armband sendet jedoch kein GPS-Signal, wie «Le Matin» berichtet. Es wird nur dafür verwendet, um festzustellen, ob der Häftling sich zu den vorgesehenen Zeiten zu Hause befindet.

Ob Dubois zum Zeitpunkt der Entführung im Haus hätte sein müssen oder Freigang gehabt hatte, konnten die Waadtländer Strafvollzugsbehörden noch nicht beantworten.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch