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Lastwagen auf Geisterfahrt kollidiert mit Reisebus – 17 Tote

Schwerer Verkehrsunfall in Argentinien: Ein Lastwagen, der mit 100 km/h auf der falschen Spur unterwegs war, prallte mit einem Reisebus zusammen. 17 Menschen starben, viele von ihnen verbrannten.

Völlig zerstört: Das ausgebrannte Wrack des verunfallten Reisebuses in San Martin, Argentinien. (7. Februar 2014)
Völlig zerstört: Das ausgebrannte Wrack des verunfallten Reisebuses in San Martin, Argentinien. (7. Februar 2014)
AFP

In Argentinien sind bei der Kollision eines Lastwagens auf Geisterfahrt mit einem Reisebus mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 14 wurden verletzt.

Zahlreiche Opfer verbrannten im Bus, als beide Fahrzeuge nach dem Frontalzusammenstoss am Freitag Feuer fingen. Unter den Toten seien auch der Lastwagenchauffeur und die beiden Busfahrer, berichtete die Nachrichtenagentur Télam. Der Unfall geschah im Westen des Landes, rund 50 Kilometer von Mendoza entfernt.

Drei deutsche Touristen im Bus

Unter den 28 Buspassagieren befanden sich insgesamt drei deutsche Touristen, die zusammen in der zentralargentinischen Stadt Córdoba die Reise angetreten hatten, wie eine Sprecherin des Busunternehmens der Nachrichtenagentur dpa sagte.

Einer sei schwer verletzt in ein Spital gebracht worden. Über die beiden anderen wurden zunächst keine Angaben gemacht. Es war auch unklar, ob sie zu den Toten zählen.

Die Staatsanwaltschaft gab bis Samstagabend (Ortszeit) die Opferliste nicht bekannt. Der leitende Gerichtsmediziner Mendozas erklärte dem Nachrichtenportal MDZ, die Mehrzahl der Leichen seien stark verbrannt und könnten erst bis Mittwoch identifiziert werden.

Mit 100 km/h auf der falschen Spur

Der brasilianische Lastwagen mit einer Knoblauchladung war nach Zeugenaussagen mit über 100 Stundenkilometer auf der falschen Spur auf der Autobahn unterwegs. Mehrere Autofahrer hatten den Falschfahrer bereits fünf Kilometer vor dem Unfall gefilmt und die Polizei alarmiert.

Danach sei der Lastwagen von zwei Polizeistreifen verfolgt worden, erklärte der Provinzgouverneur Francisco Pérez. Sie hätten den Zusammenstoss jedoch nicht verhindern können.

Ein Sprecher des brasilianischen Transportunternehmens, dem der Lastwagen gehörte, äusserte im Nachrichtenportal G1 die Vermutung, der Fahrer sei überfallen und zur Geisterfahrt gezwungen worden. Die argentinischen Behörden gehen jedoch dem Verdacht nach, dass der Lkw-Fahrer betrunken war.

SDA/fko

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