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Aktivisten blockierten Eingänge von Credit Suisse und UBS

Klimaaktivisten haben am Morgen die Zugänge zu Grossbanken in Zürich und Basel versperrt. In Zürich wurden rund zwei Dutzend Personen vorläufig festgenommen.

sep/fal
Die Polizei führt am Zürcher Paradeplatz Aktivisten ab. (Video: 20 Minuten/Tamedia)

Klimaaktivisten protestierten am Montagmorgen in Zürich und Basel gegen die Grossbanken Credit Suisse und UBS. Sie errichteten Sitzblockaden und versperrten den Zugang teils mit Velos und Pflanzenkübeln. Die Räumung durch die Zürcher Polizei verlief friedlich. Auch in Basel konnte in der Zwischenzeit eine Räumung erfolgen.

Eine Gruppe Klimaaktivisten hat am Montagmorgen den Eingang der Schweizer Bank Credit Suisse am Paradeplatz in Zürich blockiert. (8. Juli 2019) (Keystone/Ennio Leanza)
Eine Gruppe Klimaaktivisten hat am Montagmorgen den Eingang der Schweizer Bank Credit Suisse am Paradeplatz in Zürich blockiert. (8. Juli 2019) (Keystone/Ennio Leanza)
Auch die UBS am Aeschenplatz in Basel wurde von Aktivisten blockiert. (Keystone/Georgios Kefalas)
Auch die UBS am Aeschenplatz in Basel wurde von Aktivisten blockiert. (Keystone/Georgios Kefalas)
An einem Baukran in Basel wurde ein Banner befestigt. (Keystone/Georgios Kefalas)
An einem Baukran in Basel wurde ein Banner befestigt. (Keystone/Georgios Kefalas)
Die Demonstrierenden forderten von den Banken den sofortigen Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas. (Keystone/Georgios Kefalas)
Die Demonstrierenden forderten von den Banken den sofortigen Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas. (Keystone/Georgios Kefalas)
Teils mit Velos und Pflanzen, teils mit Sitzblockaden wurden die Eingänge der Grossbanken versperrt, wie hier in Basel. (Keystone/Georgios Kefalas)
Teils mit Velos und Pflanzen, teils mit Sitzblockaden wurden die Eingänge der Grossbanken versperrt, wie hier in Basel. (Keystone/Georgios Kefalas)
Die Aktivisten beschuldigten die Schweizer Grossbanken, sie würden klimaschädliche Aktionen finanzieren. (Keystone/Georgios Kefalas)
Die Aktivisten beschuldigten die Schweizer Grossbanken, sie würden klimaschädliche Aktionen finanzieren. (Keystone/Georgios Kefalas)
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Vor dem Haupteingang der CS am Zürcher Paradeplatz waren rund siebzig Aktivisten und Aktivistinnen vor Ort. Sie hatten sich teilweise aneinander und an die Türen gekettet. Dazu skandierten sie lautstark ihre Parolen. «Landwirtschaft statt Marktwirtschaft», «Compost Capitalism» («Kapitalismus auf den Kompost») oder «Fossil Banks too big to stay» war auf den mitgeführten Transparenten zu lesen.

Zwischen 15 und 65 Jahren

Die Polizei begann gegen 9.30 Uhr mit der Räumung des seit 6.30 Uhr blockierten Haupteingangs. Die Aktivisten leisteten passiv Widerstand und mussten weggetragen werden. Kurz nach 13 Uhr wurde die Polizeiaktion am Paradeplatz beendet, wie die Stadtpolizei Zürich mitteilte. Der Trambetrieb rund um den Paradeplatz konnte wieder aufgenommen werden.

Insgesamt wurden 64 Personen festgenommen und für weitere Abklärungen auf Polizeiwachen gebracht. Die Festgenommenen, 30 Frauen und 34 Männer, im Alter von 15 bis 65 Jahren, werden der Staatsanwaltschaft Zürich, in zwei Fällen der Jugendanwaltschaft, zugeführt.

Viele der Aktivisten stammten aus dem Ausland. Geplant war, die Aktion 48 Stunden weiter zu führen. Dies soll in diversen Grossstädten Europas geschehen. Aufgrund der Demonstration konnten am Paradeplatz einige Tramlinien nicht verkehren. Betroffen waren die Linien 2, 6, 7 und 13.

Video: Klimaprotest vor der Credit Suisse

Die Aktion der Aktivisten in Zürich. (Video: SDA)

Rund 50 Aktivisten in Basel

In Basel spielte sich das Happening vor dem UBS-Bürogebäude beim Aeschenplatz ab; eine Bankfiliale hat es dort nicht. Gegen fünfzig Demonstrierende in weissen Overalls und teils mit Schminke im Gesicht machten sich beim sommerlich ausgedünnten Morgenverkehr bemerkbar. Mit einer Beige Totholz vor einem Hauseingang wurden Klimaschäden symbolisiert.

Die Polizei sperrte sicherheitshalber eine der beiden Strassenspuren vor dem Gebäude. Uniformierte waren vorerst wenige direkt vor Ort – auf kleine Provokationen wie Auto-Wegschieben reagierten sie nicht. In der Umgebung standen einige Einsatzkräfte diskret bereit.

Nachdem ein Strafantrag gestellt worden war, mahnte die Kantonspolizei Basel-Stadt die Teilnehmenden ab, das Areal bis 14.15 Uhr zu verlassen, wie sie auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Als die Protestierenden dem Aufruf nicht Folge leisteten, begannen die Gesetzeshüter, die Blockade zu räumen, wie Bilder der Nachrichtenagentur Keystone-SDA zeigten.

37 Personen seien angehalten und einer Personenkontrolle unterzogen worden, teilte das Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt am Montagabend mit. In 19 Fällen habe die Staatsanwaltschaft eine vorläufige Festnahme wegen Hausfriedensbruch, Landfriedensbruch, Sachbeschädigung, Nötigung oder Hinderung einer Amtshandlung verfügt.

Verkehrsbehinderungen rund um den Aeschenplatz

Vier Teilnehmende seien in Zusammenarbeit mit der Rettung Basel-Stadt von einem Element gelöst worden, an welches sie sich zuvor festgemacht hätten. Unter den Angehaltenen befanden sich acht Jugendliche unter 18 Jahren. Die Polizeiaktion habe zu Verkehrsbehinderungen im Umkreis des Aeschenplatzes geführt.

Die Demonstrierenden in Zürich und Basel fordern vom Schweizer Finanzplatz den sofortigen Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas, wie das «Collective Climate Justice» auf Twitter mitteilte. Sie beschuldigen die Schweizer Grossbanken, klimaschädliche Aktionen zu finanzieren. Video: Demonstranten vor dem Zürcher Kasernenareal

In Zürich haben sich Umweltaktivisten vor dem Kasernenareal der Polizei versammelt. (Video: Leserreporter 20 Minuten/Tamedia)

(SDA)

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