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Käufer der Therme Vals zu Geldstrafe verurteilt

Remo Stoffel, der jüngst das berühmte Thermalbad in Vals kaufte, hat sich an einem Café und einer Backwaren-Firma die Finger verbrannt. Er wurde zu Busse und Geldstrafe verurteilt, kündigte aber Berufung an.

Soll im Wiederholungsfall eine Geldstrafe von 240'000 Franken zahlen: Der Valser Investor Remo Stoffel, hier an der Gemeindeversammlung, die über den Kauf der Therme entschied. (9. März 2012)
Soll im Wiederholungsfall eine Geldstrafe von 240'000 Franken zahlen: Der Valser Investor Remo Stoffel, hier an der Gemeindeversammlung, die über den Kauf der Therme entschied. (9. März 2012)
Keystone

Der Bündner Immobilienunternehmer Remo Stoffel ist im Zusammenhang mit dem Konkurs eines Cafés und einer Backwaren-Firma in Pontresina der mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesorgung schuldig gesprochen worden. Das Bezirksgericht Maloja verurteilte ihn zu einer Geldstrafe und einer Busse.

Der Vollzug der Geldstrafe von insgesamt 240'000 Franken wird bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von zwei Jahren. Wie aus dem am Donnerstag publizierten Urteilsdispositiv weiter hervorgeht, beträgt die Busse 10'000 Franken. Auf der andern Seite wird Stoffel mit 30'000 Franken vom Gericht entschädigt.

Berufung angekündigt

Wegen Verjährung eingestellt wurde das Strafverfahren wegen Gläubigerbevorzugung. Vom Vorwurf der Gläubigerschädigung durch Vermögensminderung wurde der 35-jährige Immobilienunternehmer freigesprochen.

Stoffel, der zuletzt durch den Kauf der bekannten Therme in Vals in der Öffentlichkeit stand, hat beim Gericht bereits Berufung gegen das erstinstanzliche Urteil angekündigt, wie er am Donnerstag mitteilte. Für ihn gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung. Vom Geschäftsführer-Ehepaar des Cafés war er geholt worden, um den Betrieb zu sanieren.

Verluste von rund 2,2 Millionen Franken

Neben Stoffel waren drei weitere Personen im Fall des Konkurses des Cafés sowie der AG für die Produktion von Backwaren und Konditoreiprodukte angeklagt. Der ehemalige Geschäftsführer des Cafés wurde der mehrfachen Gläubigerschädigung schuldig gesprochen und zu einer bedingten Geldstrafe sowie zu einer Busse verurteilt. Die beiden anderen Angeklagten wurden nicht verurteilt.

Beim Konkurs des Cafés mussten Gläubiger einen Verlust von insgesamt knapp 780'000 Franken in Kauf nehmen. Ein Schaden für die Gläubiger in der Höhe von fast 1,4 Millionen Franken entstand beim Konkurs der AG für Backwaren und Konditoreiprodukte.

SDA/rub

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