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Jetzt kommt die grosse Hitze

Die Schweiz im Schwitzkasten: In den nächsten Tagen wird es weit über 30 Grad warm. Warum Auto- und Velofahren jetzt gefährlich werden können und wie man sich am besten schützt.

Pauline Pfirter
Das kühle Nass steht hoch im Kurs: Die Badi Bellerive in Lausanne ...
Das kühle Nass steht hoch im Kurs: Die Badi Bellerive in Lausanne ...
Nur schon die Füsse ins Wasser zu halten, tut gut: Ein Brunnen in Grono GR. (27. Juli 2013)
Nur schon die Füsse ins Wasser zu halten, tut gut: Ein Brunnen in Grono GR. (27. Juli 2013)
Auch die kleinen Badis finden viel Zuspruch: Das Strandbad und Camping Seelisbergseeli unter dem Niederbauen. (27. Juli 2013)
Auch die kleinen Badis finden viel Zuspruch: Das Strandbad und Camping Seelisbergseeli unter dem Niederbauen. (27. Juli 2013)
Die Arbeit auf dem Felde hingegen ist hart: Ein Bauer in Madiswil. (27. Juli 2013)
Die Arbeit auf dem Felde hingegen ist hart: Ein Bauer in Madiswil. (27. Juli 2013)
Viel zu tun für das Badi-Personal: Das überfüllte Marzilibad in Bern.
Viel zu tun für das Badi-Personal: Das überfüllte Marzilibad in Bern.
Alle wollen die Abkühlung in der Aare.
Alle wollen die Abkühlung in der Aare.
Hier geht es etwas ruhiger zu und her: Das Strandbad und Camping Seelisbergseeli unter dem Niederbauen.
Hier geht es etwas ruhiger zu und her: Das Strandbad und Camping Seelisbergseeli unter dem Niederbauen.
Suchen den Schatten: Zwei Frauen liegen in einer Hängematte in Gondiswil.
Suchen den Schatten: Zwei Frauen liegen in einer Hängematte in Gondiswil.
Abkühlung ist gefragt: Ein Mann erfrischt sich in einem öffentlichen Bad in Nyon am Genfersee.
Abkühlung ist gefragt: Ein Mann erfrischt sich in einem öffentlichen Bad in Nyon am Genfersee.
Der Rat von Leserreporter Erich Schuster aus Wohlenswil zum Hitzetag: «Kühlen Kopf bewahren, so wie unsere Enkelkinder».
Der Rat von Leserreporter Erich Schuster aus Wohlenswil zum Hitzetag: «Kühlen Kopf bewahren, so wie unsere Enkelkinder».
Und noch ein Kübel voll Wasser über den Kopf.
Und noch ein Kübel voll Wasser über den Kopf.
Auch so bewahrt man einen kühlen Kopf: Badende im Genfersee. (26. Juli 2013)
Auch so bewahrt man einen kühlen Kopf: Badende im Genfersee. (26. Juli 2013)
Auch das dürfte abkühlen, aber recht stark zu Kopf steigen: Gemäss Leserreporter Pascal Winistörfer aus Allschwil BL zeigt dieses Bild einen Long Island Ice Tea.
Auch das dürfte abkühlen, aber recht stark zu Kopf steigen: Gemäss Leserreporter Pascal Winistörfer aus Allschwil BL zeigt dieses Bild einen Long Island Ice Tea.
«Es gibt noch kühle Plätze am Schatten», schreibt Leserreporter Stefan Meyer: Badi Menziken AG.
«Es gibt noch kühle Plätze am Schatten», schreibt Leserreporter Stefan Meyer: Badi Menziken AG.
Die Wassertemperaturen in den Schweizer Seen liegen bei 24 bis 26 Grad: Vier Frauen kühlen sich in Genf ab.
Die Wassertemperaturen in den Schweizer Seen liegen bei 24 bis 26 Grad: Vier Frauen kühlen sich in Genf ab.
Tüechli an Tüechli: Sonnenhungrige in Genf. (26. Juli 2013)
Tüechli an Tüechli: Sonnenhungrige in Genf. (26. Juli 2013)
Gönnt sich eine Erfrischung: Mitarbeiter der Stadt beim Wasserspiel auf der Place des Nations. (26. Juli 2013)
Gönnt sich eine Erfrischung: Mitarbeiter der Stadt beim Wasserspiel auf der Place des Nations. (26. Juli 2013)
Zum Glück gibts einen Pool: Besucher des Paléo-Festivals in Nyon kühlen sich ab. (23. Juli 2013)
Zum Glück gibts einen Pool: Besucher des Paléo-Festivals in Nyon kühlen sich ab. (23. Juli 2013)
Ab ins Wasser: Im Zürcher Seebecken steht ein Sprungturm. (20. Juli 2013)
Ab ins Wasser: Im Zürcher Seebecken steht ein Sprungturm. (20. Juli 2013)
Im Tessin steckte ein Blitz ein Waldstück in Brand: Im Onsernonetal steigt Rauch auf. (22. Juli 2013)
Im Tessin steckte ein Blitz ein Waldstück in Brand: Im Onsernonetal steigt Rauch auf. (22. Juli 2013)
In Zürich sehen die Rasenflächen ums Seebecken reichlich ausgedörrt aus: Das Arboretum beim Hafen Enge. (23. Juli 2013)
In Zürich sehen die Rasenflächen ums Seebecken reichlich ausgedörrt aus: Das Arboretum beim Hafen Enge. (23. Juli 2013)
Zur Hitze gehören allerdings auch die Gewitter: Hagel in Turbenthal ZH. (23. Juli 2013)
Zur Hitze gehören allerdings auch die Gewitter: Hagel in Turbenthal ZH. (23. Juli 2013)
Bei dieser Hitze hilft nur die Flucht ins kühle Nass: Vier Jungen springen von einer Brücke in die Aare. (19. Juli 2013)
Bei dieser Hitze hilft nur die Flucht ins kühle Nass: Vier Jungen springen von einer Brücke in die Aare. (19. Juli 2013)
Hoch über der Maggia: Der Schweizer Andreas Hulliger springt bei den Europameisterschaften im Klippenspringen in Ponte Brolla in die Tiefe. (20. Juli 2013)
Hoch über der Maggia: Der Schweizer Andreas Hulliger springt bei den Europameisterschaften im Klippenspringen in Ponte Brolla in die Tiefe. (20. Juli 2013)
Auch auf den Ski kann man sich eine Abkühlung holen: Ein Springer beim Lake Jump am Thunersee in Hilterfingen BE. (13. Juli 2013)
Auch auf den Ski kann man sich eine Abkühlung holen: Ein Springer beim Lake Jump am Thunersee in Hilterfingen BE. (13. Juli 2013)
Gefährliche Sonnenstrahlen: Wie es zum Hitzeschlag kommen kann und was sich dagegen tun lässt.
Gefährliche Sonnenstrahlen: Wie es zum Hitzeschlag kommen kann und was sich dagegen tun lässt.
Glücklich, wer im Büro eine Klimaanlage stehen hat – alle anderen müssen sich auf andere Weise abkühlen. (Archivbild)
Glücklich, wer im Büro eine Klimaanlage stehen hat – alle anderen müssen sich auf andere Weise abkühlen. (Archivbild)
Erinnerungen an die Hitzewelle von 2003: Vor zehn Jahren mussten SBB-Mitarbeiter bei Rotkreuz mit Wasser die Bahngleise kühlen, weil sich die Schienen durch die Hitze ausgedehnt hatten. (3. August 2003)
Erinnerungen an die Hitzewelle von 2003: Vor zehn Jahren mussten SBB-Mitarbeiter bei Rotkreuz mit Wasser die Bahngleise kühlen, weil sich die Schienen durch die Hitze ausgedehnt hatten. (3. August 2003)
Eine Frau und ein Hund khlen sich in einem Brunnen ab, waehrend eines heissen Sommertages in Grono, Graubuenden, am Samstag, 27. Juli 2013. (KEYSTONE/Ti-Press/Davide Agosta)
Eine Frau und ein Hund khlen sich in einem Brunnen ab, waehrend eines heissen Sommertages in Grono, Graubuenden, am Samstag, 27. Juli 2013. (KEYSTONE/Ti-Press/Davide Agosta)
A man jumps in the water during hot weather at the public swimming pool Bellerive of the Geneva Lake, in  Lausanne, Switzerland, Saturday,  July 27, 2013. The weather forecast predicts very hot weather for the following days in Switzerland. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)
A man jumps in the water during hot weather at the public swimming pool Bellerive of the Geneva Lake, in Lausanne, Switzerland, Saturday, July 27, 2013. The weather forecast predicts very hot weather for the following days in Switzerland. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)
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Die schwangere Frau stand in der Nähe der Kreuzung. Plötzlich brach sie zusammen. Die im Einsatz gestandenen Mitarbeiter des Basler Verkehrssicherheitspersonals beobachteten den Sturz. Aufgrund der Vorschriften hätten sie ihren Arbeitsplatz auf der Strasse eigentlich nicht verlassen dürfen. Trotzdem eilten sie der Frau zu Hilfe. «Die Frau hatte einen Schwächeanfall, ist schwer gestürzt und hat den Arm gebrochen», sagt einer der Helfer.

Das war gestern. Viele Leute haben bei den derzeitig hohen Temperaturen körperlich grosse Mühe. Am Sonntagnachmittag kam ein 19-jähriger Autofahrer in Muri AG von der Strasse ab, weil er am Steuer einen Hitzeschlag erlitt. Sein Auto prallte mit grosser Wucht in die Fensterfront eines Gebäudes und wäre beinahe mit einer Gruppe von Velofahrern kollidiert. Der 19-Jährige blieb unverletzt, zwei Velofahrer mussten ihm aber ausweichen und kamen zu Fall. Sie verletzten sich leicht.

Wie ein Schlag ins Gesicht

In den nächsten Tagen werden Temperaturen von weit über 30 Grad Celsius gemeldet. Tritt man bei dieser ungewohnt hohen Wärme aus dem klimatisierten Büro auf die Strasse, erscheint die Hitzewelle fast wie ein Schlag ins Gesicht. Man muss geradezu sein Tempo drosseln, um nicht zu kollabieren. Auch eine Velofahrt ist trügerisch. Sobald man an einer Ampel anhalten muss, fällt der angenehme Fahrtwind weg und man wird von der Hitze fast erdrückt.

Alle sind bei diesen hohen Temperaturen mehr oder weniger gefährdet – vor allem aber ältere Leute, Schwangere und Kinder zählen zur Risikogruppe. Eine Abkühlung ist – ausser im Rhein oder in einem Gartenbad – nicht in Sicht. Abends kann man zwar wieder lange draussen sitzen und grillieren, aber tagsüber ist es fast schon unerträglich heiss.

«Ich habe gelernt, dass man viel trinken muss», sagt der 84-jährige Ernst Borer. Dem Rentner macht die Hitze nicht so viel aus, denn als junger Mann hat er fünf Jahre bei den SBB als Heizer gearbeitet, und im Heizraum einer Dampflokomotive kann es bis zu 70 Grad Celsius heiss werden. «Aber einmal, da ist es mir zu heiss geworden und mir wurde plötzlich schwarz vor Augen», sagt Borer. Schon früh hat er deshalb lernen müssen, wie wichtig es ist, genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen, wenn es heiss ist. «Aber wenn es draussen schwül und drückend ist, dann ist das doch sehr unangenehm», sagt Borer.

Kleinkinder sind sehr anfällig

Sommerzeit ist auch Spielzeit für Kinder; sie würden am liebsten den ganzen Tag im Park herumtollen. Doch gerade auch bei Kindern muss man aufpassen, dass sie nicht zu viel in der prallen Sonne sind. Kinder sind anfällig auf einen Hitzeschlag, weil sie sich der Gefahr der Sonnenstrahlung noch nicht bewusst sind.

«Je kleiner ein Kind, desto schneller verliert es Wasser durchs Schwitzen», sagt Michel Ramser, Notfalloberarzt am Universitätskinderspital beider Basel. Verliert ein Kind zu viel Wasser, besteht die Gefahr eines Hitzestaus, denn der Körper kann den Wärmehaushalt nicht mehr richtig kontrollieren. Bei Kleinkindern ist eine trockene Windel ein sicheres Anzeichen dafür, dass das Kind einen Flüssigkeitsmangel hat.

«Ein Hut ist ein Muss, auch wenn es nicht cool aussieht», sagt Ramser. Und wenn ein Kind trotz Wasser, Hut, Sonnencreme und T-Shirt über Kopfweh klagt, bleibt nur eins: Das Spielen in den Schatten zu verlegen.

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