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«Ihr seid dazu verurteilt, das zu ertragen»

Liedermacher Wolf Biermann war im Bundestag eingeladen, um zu singen. Das interessierte ihn wenig: Lieber attackierte er die Linke.

Konnte die Seitenhiebe gegen die Linke nicht lassen: Liedermacher Wolf Biermann.

Scharfer Wortwechsel in der Feierstunde: Der 1976 aus der DDR ausgebürgerte Liedermacher Wolf Biermann hat die Partei «die Linke» in der Gedenksitzung des deutschen Bundestages zum Fall der Mauer vor 25 Jahren frontal angegriffen. Die aus der früheren DDR-Staatspartei SED hervorgegangene Linke sei «der elende Rest dessen, was zum Glück überwunden ist», sagte Biermann am Freitag im Reichstag, in den er eigentlich zum Singen eingeladen worden war.

Mit Verweis auf seine Bezeichnung als «Drachentöter» sagte der Liedermacher, er könne «nicht die Reste der Drachenbrut» niederschlagen, «die sind geschlagen». Es sei «Strafe genug» für die Linken, «dass sie hier sitzen müssen und sich das anhören müssen».

«Reaktionäre» Linke

Auf Einwurf aus der Linksfraktion, sie seien gewählt, erwiderte Biermann, eine Wahl sei doch «kein Gottesurteil». Die Linke sei in Wahrheit «reaktionär».

Im Anschluss an den Schlagabtausch trug Biermann sein Lied «Ermutigung» vor, das vor allem bei den Oppositionellen in der damaligen DDR populär war. Biermann selbst nannte es «ein Stück Seelenbrot» insbesondere für die Insassen von DDR-Gefängnissen.

SDA/rar

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