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Heftiger Regen überflutet Keller in Bern und St. Gallen

In der Nacht zog ein schweres Gewitter über einige Teile der Schweiz. Bei der Polizei gingen über 80 Schadensmeldungen ein.

Ein Unwetter löste die Hitze ab: Blitze über der Stadt Lausanne. (24. Juli 2015)
Ein Unwetter löste die Hitze ab: Blitze über der Stadt Lausanne. (24. Juli 2015)
20 Minuten Leserreporter

Heftige Regenfälle und Gewitter haben am Freitagabend und in der Nacht die Schweiz überzogen. Betroffen waren vor allem Gemeinden in den Kantonen Bern und St. Gallen.

Bei der Kantonspolizei Bern gingen aus dem ganzen Kantonsgebiet gut 50 Schadenmeldungen ein, wie Sprecherin Ramona Mock am Samstagvormittag auf Anfrage sagte. Verhältnismässig viele Meldungen kamen aus dem Berner Oberland. Es ging etwa um Wassereinbrüche in Keller und um Äste oder Bäume auf der Strasse.

In St. Gallen musste die Feuerwehr am Abend und in der Nacht rund 32 Mal ausrücken, wie die Kantonspolizei St. Gallen am Samstag mitteilte. Gründe waren auch dort überflutete Keller und Verkehrsbehinderungen durch umgestürzte Bäume. Am stärksten betroffen sei der Grossraum Altstätten-Oberried gewesen.

Blitzeinschläge in der Innerschweiz

Zwar stürmte es auch in anderen Kantonen heftig, Schäden wurden nach Angaben der jeweiligen Kantonspolizeien jedoch nur wenige gemeldet. In Beckenried NW richtete ein Dachstockbrand nach einem Blitzeinschlag grossen Sachschaden an. Verletzt wurde niemand. Die drei Bewohner im Haus konnten sich in Sicherheit bringen.

Auch im Kanton Obwalden schlugen Blitze in zwei Gebäude ein. Betroffen war ein Haus in Sarnen sowie eine Trafostation. Laut einem Polizeisprecher entstanden dabei ebenfalls kleine Brände, die rasch gelöscht wurden.

S-charl weiter abgeschnitten

Nachdem Unwetter in den vergangenen Tagen in Scuol GR grosse Schäden angerichtet hatten, blieb der Kanton Graubünden in der Nacht zum Samstag weitgehend verschont. Hingegen machte das Gewitter der letzten Nacht die Räumungsarbeiten der vergangen zwei Tage an der Zufahrtsstrasse nach S-charl wieder zunichte.

Die Ansiedlung am Ende des gleichnamigen Seitentales werde noch mindestens bis am Dienstagabend von der Aussenwelt abgeschnitten bleiben, sagte Robert Köhle vom Bauamt der Gemeinde Scuol auf Anfrage.

Schlamm und Geröll

Die 13 Kilometer lange Strasse wurde von sieben grossen Rüfen verschüttet. 80 bis 100 Personen sind eingeschlossen, mehrheitlich Feriengäste. Sie werden mit Helikoptern mit Lebensmitteln versorgt. 29 Gäste würden am Samstag per Helikopter ausgeflogen, sagte Köhle.

Scuol hat dramatische Tage hinter sich hat. Nach starken Gewittern war dort am Mittwoch und Donnerstag auf dem gesamten Gemeindegebiet Schlamm, Geröll und Felsbrocken mit dem Volumen von 100'000 Kubikmetern oder 100 Einfamilienhäusern niedergegangen.

SDA/dia

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