Zum Hauptinhalt springen

Heftige Gewitter nach Hitzerekord

Nach einem Hochsommertag mit Rekordtemperaturen haben sich gestern Abend heftige Gewitter entladen. In Luzern wurden in einer Stunde 616 Blitze gezählt. Im Grossraum Zürich musste die Feuerwehr über 50 Mal ausrücken.

Es blitzte und donnerte: Leser-Reporter haben die Gewitter fotografisch festgehalten – Blitze über Mönchaltorf, ... (20. August 2012)
Es blitzte und donnerte: Leser-Reporter haben die Gewitter fotografisch festgehalten – Blitze über Mönchaltorf, ... (20. August 2012)
Christoph Mehr, Leserreporter
... über dem Zürcher Oberland, fotografiert vom Hasenberg, ... (20. August 2012)
... über dem Zürcher Oberland, fotografiert vom Hasenberg, ... (20. August 2012)
Roland Keller, Leserreporter
Da braut sich etwas zusammen: Ist das möglicherweise wieder eine Windhose über dem Zürichsee?
Da braut sich etwas zusammen: Ist das möglicherweise wieder eine Windhose über dem Zürichsee?
Patrik Gerber, Leserreporter
1 / 5

Nach einem heissen Tag mit verbreiteten Temperaturen über 30 Grad und einem Hitzerekord im Wallis (36,9 Grad in Sitten) gab es gestern gegen Abend in den Bergen erste heftige Gewitter. Zunächst entluden sie sich im südlichen Wallis und im Berner Oberland, dann bildeten sich neue Zellen im Emmental und über den Bergen der Zentralschweiz, wie SF Meteo mitteilt.

Im Laufe des Abends zogen die Gewitter zum Teil auch ins Mittelland. In Adelboden, an der Grimsel und im Emmental gingen in kurzer Zeit je rund 20 Millimeter Regen nieder. Am Napf wurden in einer einzigen Stunde fast 800 Blitze gezählt, rund um die Stadt Luzern waren es 616. Ein Leserbild zeigt, wie der Frittenbach im Berner Emmental über die Ufer tritt.

Wie der Wetterdienst Meteonews in einer Mitteilung schreibt, waren das Berner Oberland, die Zentral- und Ostschweiz sowie Graubünden und das Nordtessin besonders betroffen. Innert kürzester Zeit seien dort hohe Regenmengen zusammengekommen.

50 bis 60 Einsätze im Grossraum Zürich

In der Region Zürich hat der Wetterdienst Meteocentrale.ch um 21.10 Uhr ein Unwetter der Stufe Rot registriert. Es sei aus Südwest gekommen und habe sich mit einer Geschwindigkeit von 11 km/h in nordöstliche Richtung bewegt. Lokal bestand laut Meteocentrale.ch die Gefahr von Hagel, Starkregen und Sturmböen. Die Blitzaktivität war hoch.

Wie Roland Portmann, Mediensprecher von Schutz & Rettung Zürich, gegenüber Redaktion Tamedia sagte, mussten die Ortsfeuerwehren im Grossraum Zürich 50 bis 60 Mal ausrücken. Dies vor allem wegen überfluteten Kellern und Sturmschäden sowie auf Strassen gestürzte Äste und Bäume. In der Stadt Zürich sei es jedoch ruhig geblieben. Am stärksten betroffen war laut Portmann die Region Winterthur, dort hätten sich mehrere lokale Gewitterzellen entladen.

Feuerwehreinsätze in Schwyz

In Einsiedeln und der Ausserschwyz haben wegen Gewitters Feuerwehren und Seerettungsdienste ausrücken müssen. Mehrere Bäche traten über die Ufer, Boote gerieten in Seenot, wie die Kantonspolizei Schwyz am Dienstag mitteilte.

In Willerzell trat der Dimmerbach über die Ufer und setzte mehrere Keller unter Wasser. In Euthal überflutete der Lattbach einen Gewerbebetrieb und eine Strasse. Die Stützpunktfeuerwehr Einsiedeln, von der Feuerwehr Rothenthurm mit Sandsäcken unterstützt, stand in beiden Orten im Einsatz.

In Reichenburg rückte die Feuerwehr wegen eines Blitzschlages aus, allerdings hatte sich kein Brand entwickelt. Die Feuerwehr Vorderthal musste einen Baum, der auf eine Strasse gestürzt war, zur Seite schaffen.

Der Seerettungsdienst Pfäffikon musste auf das Walenseeli in Bäch sowie auf den Zürichsee bei Pfäffikon ausrücken, weil Boote in Seenot geraten waren.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch