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Gericht verbietet Oben-ohne-Fotos

Erfolg für Prinz William und seine Frau Kate: Ein französisches Gericht hat eine weitere Veröffentlichung der Oben-ohne-Fotos untersagt. «Closer» muss die Fotos innerhalb von 24 Stunden aushändigen.

Die Fotos brachten dem Paar viel Unheil: Der Herzog von Cambridge und seine Frau.
Die Fotos brachten dem Paar viel Unheil: Der Herzog von Cambridge und seine Frau.
Reuters
Dem italienischen Magazin war die Geschichte ganze 26 Seiten wert: Chefredaktor Alfonso Signorini.
Dem italienischen Magazin war die Geschichte ganze 26 Seiten wert: Chefredaktor Alfonso Signorini.
Reuters
Setzt sich vor Gericht für das Anliegen von Prinz William und seiner Frau ein: Der französische Anwalt Aurelien Hamelle.
Setzt sich vor Gericht für das Anliegen von Prinz William und seiner Frau ein: Der französische Anwalt Aurelien Hamelle.
Reuters
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Im Streit um die Oben-Ohne-Fotos von Prinz Williams Ehefrau Kate hat das königliche Paar einen ersten Sieg vor Gericht errungen: Das französische Magazin «Closer», das die Bilder zuerst abdruckte, darf die Oben-Ohne-Fotos nicht mehr veröffentlichen oder weiterverbreiten, wie ein Gericht in Nanterre bei Paris entschied.

Das Magazin wurde sogar verdonnert, die Originale an die britische Königsfamilie zu übergeben. Prinz William und Kate hatten einen Eilantrag bei dem Gericht in Nanterre gestellt, nachdem «Closer» die offenbar mit einem Teleobjektiv in ihrem Urlaub in Südfrankreich geschossenen Fotos am Freitag veröffentlicht hatte. In einer einstweiligen Verfügung verbot das Gericht dem Herausgeber des Klatschmagazins nun, die Fotos «weiterzugeben oder in jedweder Form zu verbreiten», auch im Internet. Die Fotodateien müssen der Königsfamilie binnen 24 Stunden übergeben werden, für jeden Tag Verzögerung wird eine Strafe von 10'000 Euro fällig.

William und Kate begrüssten das Verbot der Weiterverbreitung der Oben-Ohne-Fotos. «Der Herzog und die Herzogin von Cambridge begrüssen die Entscheidung» des Gerichts, teilte deren Büro am Dienstag in einer knappen Stellungnahme in London mit.

«Reisserischer» Artikel

Dem Mondadori-Verlag des früheren italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi, in dem «Closer» erscheint, wurde von dem Gericht zudem eine Strafe von 10.000 Euro für jede neuerliche Verbreitung oder Überlassung der Fotos angedroht. Ausserdem muss der Verlag 2000 Euro Gerichtskosten zahlen. Das Gericht rügte ausdrücklich den «reisserischen» Artikel von «Closer», die Fotos wertete es als Eindringen in das «Privatleben» des Paares.

Die Anwältin von «Closer», Delphine Pando, hatte bei der Anhörung vor Gericht am Montagabend argumentiert, dass die Fotorechte nicht der Verlag habe, sondern der Fotograf oder dessen Agentur. Das Magazin habe die Exklusivrechte für die Fotos nur für eine bestimmte Zeit gekauft. Der Antrag von Prinz William und Kate sei daher unzulässig. «Closer» weigert sich bisher, die Identität des Fotografen preiszugeben.

Nur mit Bikinihöschen

Prinz William und Kate hatten am Montag wegen der Oben-Ohne-Fotos zudem Strafanzeige in Nanterre wegen Verletzung ihrer Privatsphäre erstattet. In diesem Verfahren wollen sie auch Schadenersatz erstreiten. Die Staatsanwaltschaft nahm dazu am Dienstag Vorermittlungen auf. Mit der Strafanzeige zielt das Paar auf den oder die Fotografen ab, die die Bilder schossen, sowie auf die Verantwortlichen des Magazins «Closer».

Die Paparazzi-Fotos zeigen Kate nur mit einem Bikinihöschen bekleidet, wie sie auf der Terrasse eines Privatanwesens in der südfranzösischen Provence in der Sonne liegt oder von ihrem Mann eingecremt wird. Die Veröffentlichung der Oben-Ohne-Fotos hatte im britischen Königshaus für Empörung gesorgt, auch weil Prinzessin Diana, die Mutter von Prinz William, auf der Flucht vor Fotografen 1997 bei einem Autounfall in Paris ums Leben gekommen war.

Auch in Irland und Italien abgedruckt

«Closer» hatte die Fotos zuerst veröffentlicht, sie wurden am Samstag aber auch im «Irish Daily Star» und am Montag im italienischen Klatschblatt «Chi» abgedruckt, das wie «Closer» zum Mondadori-Verlag gehört.

Fernab von allem Ärger um die Fotos wurden Prinz William und Kate auf der Pazifikinsel Tuvalu begeistert empfangen. Das Paar wurde von Einwohnern auf einem überdachten Thron zum Parlamentsgebäude getragen. Der Besuch auf Tuvalu, einem der kleinsten Staaten der Welt, bildete den Abschluss einer neuntägigen Asien-Pazifik-Reise aus Anlass des diamantenen Thronjubiläums der Queen.

(AFP/sda)

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