Zum Hauptinhalt springen

Flugzeug rast in Berg

Tragödie in Nordafrika: Eine Militärmaschine, die über 100 Soldaten und deren Angehörige transportierte, kollidierte mit einem Berg.

Schwer zugängliche Absturzstelle: Beim Crash eines Militärflugzeugs in Algerien sind Dutzende Menschen getötet worden.
Schwer zugängliche Absturzstelle: Beim Crash eines Militärflugzeugs in Algerien sind Dutzende Menschen getötet worden.
Keystone

Beim Absturz eines Militärflugzeuges in Algerien sind nach neuesten, offiziellen Angaben 77 Menschen getötet worden. Ein Passagier überlebte den Unfall. Zuvor hatten algerische Medien von rund 100 Toten berichtet. Mit der Maschine vom Typ Hercules C130 waren nach offiziellen Angaben zunächst 99 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder in Tamanrasset im Süden des Landes gestartet. Bei einer Zwischenlandung in Ouargla sollen Passagiere von Bord gegangen sein.

Den Angaben zufolge transportierte das Flugzeug neben Soldaten auch deren Angehörige. Das Unglück ereignete sich in Oum El Bouaghi, das rund 500 Kilometer östlich der Hauptstadt Algier liegt. Das Flugzeug war in der Präfektur von Tamanrasset gestartet, das rund 2000 Kilometer südlich von Algier liegt.

Unfallstelle nur schwer zugänglich

Ersten Informationen zufolge war schlechtes Wetter die Ursache. Seit Tagen gab es in der Region heftige Windstösse. Wie die Nachrichtenagentur APS unter Berufung auf einen ranghohen Militärvertreter meldete, stürzte die Maschine ab, als sie sich dem Zielflughafen in Constantine 450 Kilometer östlich von Algier näherte. Augenzeugen berichteten, die Maschine sei an einem Felsen hängen geblieben und dann abgestürzt. Laut Angaben aus Sicherheitskreisen raste sie in die Bergflanke des Djebel Fertas.

Die Unfallstelle in rund 1400 Metern Höhe war nach Berichten von Einsatzkräften schwer zugänglich. Retter mussten zu Fuss in das gebirgige Gelände vorstossen. Bis zum Abend konnten mehr als 70 Leichen geborgen werden. Für die Bergungsarbeiten wurden zahlreiche zivile und militärische Helfer mobilisiert.

Parallelen zu früherem Unglück

Das Unglück weckt düstere Erinnerungen an einen anderen Flugzeugabsturz mit mehreren Parallelen: Der bis dato letzte schwere Flugzeugabsturz in Algerien hatte sich im März 2003 ebenfalls in der Garnisonsstadt Tamanrasset ereignet.

Auch bei dem damaligen Unglück einer Air-Algerie-Maschine waren 103 Menschen an Bord, von denen nur einer überlebte. Lediglich ein junger Algerier entging knapp und schwer verletzt dem Tod. Eines der Triebwerke der Boeing 737 hatte während des Starts Feuer gefangen. Wenige Sekunden nach dem Start stürzte das Flugzeug ab, zerbrach und brannte völlig aus.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch