Zum Hauptinhalt springen

Explosionen bei Ikea – ist es ein Erpresser?

In drei Filialen des schwedischen Möbelhauses Ikea in Belgien, Frankreich und den Niederlanden sind kleine Sprengsätze explodiert. Verletzt wurde niemand, der Schaden war gering. Über das Motiv wird gerätselt.

Es ist wohl nur ein Täter am Werk: Ikea-Filiale nach der Explosion in Eindhoven, 30. Mai 2011.
Es ist wohl nur ein Täter am Werk: Ikea-Filiale nach der Explosion in Eindhoven, 30. Mai 2011.
Keystone

Im flämischen Gent gingen am Montagabend fast zeitgleich zwei Zünder in die Luft, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga. Ähnliche Sprengsätze zündeten im niederländischen Eindhoven und in Lomme in Nordfrankreich, teilt die Staatsanwaltschaft in Gent mit.

Die Hintergründe sind noch unklar, die Polizei vermutet Erpresser hinter den Taten. In den letzten Jahren gab es in den Niederlanden bereits mehrfach Drohungen gegen den Möbelkonzern, eine Frau und zwei Männer wurden wegen Erpressung zu Haftstrafen verurteilt. Laut Ikea gingen beim Unternehmen aber bislang keine Drohungen ein.

Zur Tatzeit am Montagabend um 18 Uhr waren die Geschäfte noch geöffnet. In der Ikea-Filiale in Gent wurden die 200 Kunden per Durchsage gebeten, das Gebäude zu verlassen.

In Milchkartons versteckt

Die beiden Sprengsätze waren nach Polizeiangaben in Milchkartons unter Paletten versteckt. Ein Angestellter und ein Wachmann wurden nach dem Knall wegen Ohrenschmerzen behandelt. Spezialisten durchsuchten mit Spürhunden das Geschäft, ohne weitere Sprengsätze zu finden.

Aus Frankreich und den Niederlanden meldete die Polizei ähnliche Explosionen. Nach Medienberichten ging dort vorher eine Bombendrohung ein. In Eindhoven explodierte ein Paket in einem Abfalleimer auf dem Parkplatz vor dem Ikea-Geschäft. Später wurde ein verdächtiges Paket gesprengt.

Im französischen Lomme geschah die Explosion im Laden selbst. Die Fahnder schreiben alle Taten einem einzigen Täter zu, da alle Zünder nach ähnlichem Muster gebaut waren.

SDA/bru

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch