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Elf Nackte schlachten vor Auschwitz ein Schaf

Elf Frauen und Männer entkleideten sich vor dem Eingang zum Konzentrationslager Auschwitz und ketteten sich aneinander. Zuvor töteten sie ein Schaf. Sie wurden alle festgenommen.

Die elf Frauen und Männer filmten sich bei ihrer umstrittenen Aktion: Der Eingang zum Vernichtungslager Auschwitz. (Archivbild)
Die elf Frauen und Männer filmten sich bei ihrer umstrittenen Aktion: Der Eingang zum Vernichtungslager Auschwitz. (Archivbild)
Joel Saget, AFP
Ein Verdächtiger wird mit Handschellen zu einem Polizeiauto gebracht. (24. März 2017)
Ein Verdächtiger wird mit Handschellen zu einem Polizeiauto gebracht. (24. März 2017)
Jacek Bednarczyk, Keystone
«Solch einen Vorfall hat es in Auschwitz noch nicht gegeben», sagte Museumsdirektor Piotr Cywinski. (24. März 2017)
«Solch einen Vorfall hat es in Auschwitz noch nicht gegeben», sagte Museumsdirektor Piotr Cywinski. (24. März 2017)
Jacek Bednarczyk, Keystone
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Am Eingang zum früheren Nazi-Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz haben sich am Freitag elf Frauen und Männer entblösst und aneinander gekettet, nachdem sie ein Schaf geschlachtet hatten. Wie das Museum des Lagers in Südpolen mitteilte, wurden alle Teilnehmer der Aktion festgenommen.

Laut einem örtlichen Fernsehsender filmten die Teilnehmer ihr Vorgehen mit Hilfe einer Drohne.

Alle Teilnehmer festgenommen

Die Festgenommenen seien zwischen 20 und 27 Jahre alt, teilte das Museum mit. Sie wurden von der Museumswache dabei beobachtet, wie sie sich vor dem weltberühmten Tor mit dem zynischen Schriftzug «Arbeit macht frei» entkleideten und aneinander ketteten. Alle Teilnehmer seien festgenommen worden und würden verhört, sagte Polizeisprecherin Malgorzata Jurecka. Die Staatsanwaltschaft werde eingeschaltet.

«Solch einen Vorfall hat es in Auschwitz noch nicht gegeben», sagte Museumsdirektor Piotr Cywinski. «Ich weiss nichts über ihre Motive.» Die Staatsangehörigkeit der Festgenommenen wurde nicht bekannt.

«Politische Statements» seien abzulehnen

Der polnische Ober-Rabbiner Michael Schudrich sagte der Nachrichtenagentur AFP, jede Vereinnahmung der Gedenkstätte für «politische Statements» sei abzulehnen. Nazi-Deutschland habe in Auschwitz «versucht, das jüdische Volk auszulöschen». Jedwede Aktion verletze das Andenken der Opfer.

Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau war zwischen 1942 und 1945 im damals besetzten Polen das grösste nationalsozialistische Vernichtungslager. Mehr als eine Million Menschen wurden im Zweiten Weltkrieg dort ermordet, die meisten waren Juden.

SDA/chk

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