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Eine Geisel in Sydney kam durch eine Polizeiwaffe um

Splitter eines Querschlägers trafen eine 38-jährige Frau, als die Polizei das Café stürmte. Der Geschäftsführer des Geschäfts in der australischen Metropole wurde hingegen vom Geiselnehmer regelrecht hingerichtet.

chk
Hätten ihre Leben gerettet werden können? Die Bilder der getöteten Geiseln von Sydney in einem Blumenmeer. (18. Dezember 2014)
Hätten ihre Leben gerettet werden können? Die Bilder der getöteten Geiseln von Sydney in einem Blumenmeer. (18. Dezember 2014)
Reuters
Ein Polizist trägt die Blumen einer Passantin zum Tatort des Geiseldramas. (16. Dezember 2014)
Ein Polizist trägt die Blumen einer Passantin zum Tatort des Geiseldramas. (16. Dezember 2014)
Reuters
Auch Mitglieder der muslimischen Gemeinschaft legen Blumen nieder. (16. Dezember 2014)
Auch Mitglieder der muslimischen Gemeinschaft legen Blumen nieder. (16. Dezember 2014)
Keystone
Nach 16 Stunden wurde die Geiselnahme beendet: Polizisten begleiten eine Frau vom Café weg. (15. Dezember 2014)
Nach 16 Stunden wurde die Geiselnahme beendet: Polizisten begleiten eine Frau vom Café weg. (15. Dezember 2014)
Jason Reed, Reuters
Laut unbestätigten Medienangaben gab es zwei Tote und mehrere Verletzte: Rettungskräfte vor dem Notausgang. (15. Dezember 2014)
Laut unbestätigten Medienangaben gab es zwei Tote und mehrere Verletzte: Rettungskräfte vor dem Notausgang. (15. Dezember 2014)
Screenshot/freenewsau
Die Polizei stürmt das Café. (15. Dezember 2014)
Die Polizei stürmt das Café. (15. Dezember 2014)
Screenshot/freenewsau
Sechs weiter Geiseln konnten nach einem lauten Knall entkommen: Polizisten gehen beim Notausgang in Stellung. (15. Dezember 2014)
Sechs weiter Geiseln konnten nach einem lauten Knall entkommen: Polizisten gehen beim Notausgang in Stellung. (15. Dezember 2014)
Screenshot/freenewsau
Unklar, ob sie flohen oder freigelassen wurden: Geiseln rennen in Richtung Einsatzkräfte. (15. Dezember 2014)
Unklar, ob sie flohen oder freigelassen wurden: Geiseln rennen in Richtung Einsatzkräfte. (15. Dezember 2014)
AP Photo/Rob Griffith, Keystone
Man Haron Monis am Fenster des Cafés: Aufnahme eines Fernsehsenders. (15. Dezember 2014)
Man Haron Monis am Fenster des Cafés: Aufnahme eines Fernsehsenders. (15. Dezember 2014)
AP Photo/Channel 7
Seit bald zwölf Stunden im Einsatz: Polizisten des Sonderkommandos halten nach dem Eindunkeln Wache. (15. Dezember 2014)
Seit bald zwölf Stunden im Einsatz: Polizisten des Sonderkommandos halten nach dem Eindunkeln Wache. (15. Dezember 2014)
AP Photo/Rob Griffith, Keystone
Die Nacht bricht langsam ein: Eine als Geisel festgehaltene Angestellte löscht die Lichter im Café. (15. Dezember 2014)
Die Nacht bricht langsam ein: Eine als Geisel festgehaltene Angestellte löscht die Lichter im Café. (15. Dezember 2014)
Screenshot/freenewsau
Sichere Hände: Eine zweite Angestellte wird nach ihrer Flucht von Polizisten in Sicherheit gebracht. (15. Dezember 2014)
Sichere Hände: Eine zweite Angestellte wird nach ihrer Flucht von Polizisten in Sicherheit gebracht. (15. Dezember 2014)
Jason Reed, Reuters
Ist ebenfalls entkommen: Eine Angestellte des Lindt-Cafés rennt auf einen Polizisten zu. (15. Dezember 2014)
Ist ebenfalls entkommen: Eine Angestellte des Lindt-Cafés rennt auf einen Polizisten zu. (15. Dezember 2014)
Jason Reed, Reuters
Stehen bereit: Polizisten stehen neben dem Café. (15. Dezember 2014)
Stehen bereit: Polizisten stehen neben dem Café. (15. Dezember 2014)
AP Photo/Rob Griffith, Keystone
Erfolgreiche Flucht: Zwei der Geiseln bringen sich in Sicherheit. (15. Dezember 2014)
Erfolgreiche Flucht: Zwei der Geiseln bringen sich in Sicherheit. (15. Dezember 2014)
Mark Metcalfe/Getty Images
Noch ist unklar, wie viele Geiseln in den Händen des unbekannten Mannes verbleiben. (15. Dezember 2014)
Noch ist unklar, wie viele Geiseln in den Händen des unbekannten Mannes verbleiben. (15. Dezember 2014)
Don Arnold/Getty Images
Die Polizei steht nach eigenen Angaben in Kontakt mit dem Geiselnehmer: Eine Vertreterin informiert. (15. Dezember 2015)
Die Polizei steht nach eigenen Angaben in Kontakt mit dem Geiselnehmer: Eine Vertreterin informiert. (15. Dezember 2015)
Joosep Martinson/Getty Images
Polizei-Grosseinsatz in Sydney: Die Geiseln am Fenster des Lindt-Cafés halten eine schwarze Flagge. (15. Dezember 2014)
Polizei-Grosseinsatz in Sydney: Die Geiseln am Fenster des Lindt-Cafés halten eine schwarze Flagge. (15. Dezember 2014)
AP Photo/Channel 7
Noch ist unbekannt, wie viele Menschen im Lindt-Café gefangen gehalten werden. (15. Dezember 2014)
Noch ist unbekannt, wie viele Menschen im Lindt-Café gefangen gehalten werden. (15. Dezember 2014)
AP Photo/Channel 7
Das Lindt-Café in Sydney wurde Schauplatz der Geiselnahme. (15. Dezember 1014)
Das Lindt-Café in Sydney wurde Schauplatz der Geiselnahme. (15. Dezember 1014)
AP Photo/Channel 7
Die Polizei riegelte das Gebiet um den Martin Place grossräumig ab. (15. Dezember 2014)
Die Polizei riegelte das Gebiet um den Martin Place grossräumig ab. (15. Dezember 2014)
Reuters
Die Gebäude um das Lindt-Café wurden evakuiert. (15. Dezember 2014)
Die Gebäude um das Lindt-Café wurden evakuiert. (15. Dezember 2014)
Reuters
«Sehr besorgniserregend»: Australiens Ministerpräsident Tony Abbott äusserte sich bereits zur Geiselnahme. (15. Dezember 2014)
«Sehr besorgniserregend»: Australiens Ministerpräsident Tony Abbott äusserte sich bereits zur Geiselnahme. (15. Dezember 2014)
Keystone
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Ein Querschläger aus einer Polizeiwaffe tötete offenbar eine der in Sydney ums Leben gekommenen Geiseln. Der zweite Tote wurde vom Täter regelrecht hingerichtet. Die Gerichtsmedizin will nun prüfen, ob die Leben der Geiseln hätten geschützt werden können.

Eine bei der Geiselnahme von Sydney ums Leben gekommene Frau ist von Teilen einer Kugel aus einer Polizeiwaffe getötet worden. Die 38-jährige Katrina Dawson sei von sechs Splittern einer Patrone aus der Waffe eines Polizeibeamten getroffen worden, die von einer harten Oberfläche abgeprallt sei, sagte der Jurist Jeremy Gormly am Donnerstag vor dem zuständigen Untersuchungsgericht in Glebe. Die Frau sei in einer Hauptader getroffen worden und habe schnell ihr Bewusstsein verloren.

Hätten die Geiseln gerettet werden können?

Gormly assistiert dem zuständigen Gerichtsmediziner, der am Donnerstag mit einer Untersuchung begann, die die Umstände klären soll, die zum Tod des Täters und zweier Geiseln geführt haben. Im Zentrum steht die Frage, ob die beiden Geiseln von Angreifer Man Haron M. oder im Schusswechsel mit der Polizei getötet wurden und ob ihre Leben hätten gerettet werden können. Bislang hatten die Behörden dazu keine Angaben gemacht.

M. hatte Mitte Dezember im Stadtkern der australischen Metropole insgesamt 18 Geiseln genommen. Nach 16 Stunden stürmte ein Sondereinsatzkommando das Café, um die Gefangenen zu befreien. Neben M. wurden auch der 34 Jahre alte Manager des Geschäfts, Tori Johnson, sowie eine 38-jährige Anwältin Dawson getötet.

Die andere Geisel starb nach Angaben von Gormly durch Schüsse aus der Waffe des Geiselnehmers. Der Täter habe Johnson gezwungen, sich auf den Boden zu knien. Anschliessend habe er ihm mit einer abgesägten Schrotflinte eine Kugel in den Hinterkopf geschossen, sagte Gormly. Der 34-Jährige sei wahrscheinlich sofort tot gewesen.

Der Jurist berichtete weiter, dass ein Scharfschütze der Polizei Zeuge der Hinrichtung Johnsons geworden sei. Dies habe die Einsatzkräfte zum Eingreifen veranlasst.

Abbott ordnete separate Untersuchung an

Gormly machte klar, dass die Rückschlüsse der Rechtsmedizin zunächst nur vorläufig seien. Die abschliessende Erklärung soll vom Mediziner selbst gemacht werden.

«Selten haben sich solche grauenerregenden Vorkommnisse so öffentlich entfaltet», sagte Gerichtsmediziner Michael Barnes vor dem zuständigen Gericht. Neben Angehörigen der Opfer hätten auch Unbeteiligte um die Geiseln gebangt. Er und seine Mitarbeiter würden nun alles in ihrer Macht stehende tun, um eine gründliche und unabhängige Ermittlung zu gewährleisten. Im Raum steht auch die Frage, ob Scharfschützen M. durch die Fenster des Cafés hätten treffen und so ausser Gefecht setzen können.

Unabhängig davon hat Premierminister Tony Abbott eine separate Untersuchung angeordnet. Sie soll Aufschluss darüber bringen, warum der mehrmals vorbestrafte M. auf freiem Fuss war und wie er trotz der strikten australischen Waffengesetze an eine Waffe gekommen ist. Die Ergebnisse dieser Ermittlungen werden in den nächsten beiden Wochen erwartet.

(SDA)

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